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            Hier findet ihr leckere Rezepte, dort kostenlose Downloads – und es gibt viel zu lesen, z.B. Sinnvolles, Heilpflanzen,Glyx-Mama, oder Xunt-Blog

               

                 

                Aktuell

                Gesund leben? Im Januar 2020 starten die wieder die drei Begleitprogramme "Pure" und "Fasten & Glyxen" und "Salto Vitale".

                   

                   

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                  SINN-VOLLES FÜR UNS ALLTAGSPHILOSOPHEN

                   

                  Michael Bauer war Mönch im Benediktinerkloster St. Paul, Kärnten. Seit vielen Jahren praktiziert er traditionelle christliche und asiatische Meditationsformen. Als begeisterter Läufer entwickelte er zudem eine einzigartige Verbindung zwischen Ausdauertraining und spiritueller Praxis, die er in seinem Buch "Die Seele läuft mit" (Integralverlag) und "Power für die Seele" (Südwest) veröffentlichte.
                  Er schreibt exklusiv für den Glyx-Letter.

                  Honigsüßer Erntedank

                  Heute Morgen hauchte mir ein schmackhaft süßes Honigbrot neue Lebensgeister in meine schlaftrunkenen Glieder ein. Dabei musste ich an die unzähligen Bienchen denken, die sich für meinen Löffel voll Genuss ziemlich ins Zeug legen mussten. Einen Ernte-Dank an euch, liebe Bienenvölker! Viel zu selten bedankt man sich für die guten Lebensmittel, die einem die Natur so schenkt. Reich gedeckte Tische und volle Supermärkte sind quasi eine Selbstverständlichkeit – zumindest für die meisten von uns. Einen Erntedank könnte man täglich einmal aussprechen, nicht nur im Herbst, wo zahlreiche Erntedankfeste über die Bühne gehen. Erntedank wertschätzt und respektiert die Natur. Und unsere Lebensmittel. Wie viele genießbare Produkte werden täglich einfach in den Müll gekippt! Von den Supermärkten. Und von Ihnen? Erntedank ist nicht nur etwas für Landwirte und Hobbygärtner. Denn täglich und überall fahren wir Ernten ein. Die Ernten unseres Berufes. Nicht nur die notwendigen Moneten, sondern auch Freude am Tun, Sinn, Kundenzufriedenheit. Eine nette Kollegenschaft, ein menschliches Arbeitsklima. Die Ernten wohltuender und erfüllender Liebesbeziehungen und Ehen. Man kann vom Leben auch verschiedene Talente geerntet haben. Oder Haltungen wie Lebensfreude, Mut, Mitgefühl. Die Ernte von Geborgenheit, Familie, Frieden. Für welche Ernten dürfen Sie dankbar sein? Es gibt unter uns Menschen so reife Seelen, die sich auch für das weniger Gute in Ihrem Leben bedanken, und was sie daraus lernen durften. Dass sie daran reifen konnten. Gehören Sie zu diesen? Ich denke, als erstes reicht es vollkommen, wenn man für seine guten Ernten dankt und sie nicht als etwas ansieht, was einem sowieso zusteht. Wer seinen Blick dafür schärft, wofür er dankbar sein kann, der wird immer mehr davon entdecken. Eine gute Ernte ist auch davon abhängig, was man aussäht. Wenn Sie mit einigen Ernten nicht zufrieden sind, dann kann es am „Saatgut“ liegen, das Sie auswerfen. Wenn ich mit ernster Miene umherlaufe, werde ich selten ein Lächeln ernten. Gleich heute ausprobieren, zulächeln und Lächeln ernten. Seien Sie heute Erntehelfer des Lächelns und der Freundlichkeit. Gute Saat bringt gute Ernte. Ich bedanke mich heute für die Ernte, dass ich mit Ihnen wieder ein wenig „glyxlettern“ durfte!

                  'Du Idiot!'

                  Ich zappte wieder einmal durch die Radiolandschaft. Auf der Suche nach interessanten Sendungen und schöner Musik. Es dauerte nicht lange, da hüpfte mir ein sehr eindringlicher Refrain in meine Lauscher. "Du Idiot!" Gesungen von Matthias Reim und der bezaubernden Michelle. Vorsicht! Ohrwurmpotential! "Du Idiot!" Hört man auch sehr oft im alltäglichen Miteinander. Da ein Schlager, dort ein Schlag ins Gesicht. Oft ist man Adressat. Wie oft aber Absender? "Du Idiot!" Genährt von Wut und selbstgefälliger Arroganz. Der Idiot-Empfänger würde dem Idiot-Absender am liebsten an die Gurgel gehen. So ging es auch mir. Bis ich im zweiten Bildungsweg mein Abitur nachmachte und Altgriechisch lernen durfte. Seither empfinde ich "Du Idiot!" als Kompliment. "Kompliment? So ein Idiot!", höre ich Sie denken und bedanke mich bei Ihnen! Der Griechische "Idiotes" war ein einfacher Mensch, der keine politischen Ämter innehatte und eher sein eigenes "Ding" durchzog. Eigenbrötler – könnte man sagen. Aber was ist daran auszusetzen? Als Idioten bezeichnen wir in der Regel Menschen, die nicht in unsere Vorstellungswelt passen. Die anders sind als Sie, als ich. Die anders denken und leben. Außenseiter. Oft nennt man andere Idioten, weil sie uns einen Spiegel vorsetzen. Wir entdecken etwas an ihnen, was wir an uns auch nicht mögen. Oder wir sehen etwas in ihnen, was wir auch gerne sein, tun und wagen würden. Uns aber nicht trauen. Deshalb nennen wir sie Idioten. Weil einem Idioten will man ja nichts nachmachen. Auch so kann man persönliches Wachstum von sich weisen. Viele "Idioten" haben die Welt positiv verändert. Ich kann mir gut vorstellen, dass einem jungen Thomas Edison sehr oft gesagt wurde, er sei ein Idiot, wenn er seinen Erfinder-Träumen hinterher läuft. Oder einem Siddhartha Gautama, der ewig lange unter einem Feigenbaum saß und schließlich als Buddha aufstand. Ich denke auch an einen Patch Adams, der meint, das Lachen sei Medizin. Was werden wohl viele Kollegen anfangs über ihn gesagt haben? Wenn das alles Idioten waren und sind, dann kann ich nur sagen: mehr Platz für Idioten! Wenn Sie das nächste Mal jemanden einen Idioten nennen, dann denken Sie daran, dass Sie diesem Menschen gerade ein sehr schönes Kompliment gemacht haben könnten!

                  Mit einem Hauch von Nix

                  Damit habe ich heute das Haus verlassen. Nein, ich bin kein passionierter „Flitzer“ vor dem Herrn. Doch irgendwie war ich schon nackt. Geistig-seelisch halt. Mit dem „Nix“ bekleidet. Das ist anfangs ganz schön ungewohnt und gar nicht leicht.  Denn am liebsten sind wir mit „Etwas“ unterwegs. Man muss immer etwas tun, reden, denken. Das „Nix“ ist in der Welt des „Etwas“ verdächtig. Es riecht nach Ignoranz und Faulheit. Mein „Nix“ meint nicht, dass man seine Hände in den Schoß legt und bis zum Sankt Nimmerleinstag Daumen dreht. Mein „Nix“ ist ein aktives. Es integriert sich ins aktive Leben und blockiert dieses nicht – im Gegenteil. Beginnen Sie den Tag mit dem „Nix“. Gleich am Morgen, denn da erfolgt der Kaltstart unserer Gedankenmaschine, die von da an unaufhaltsam losrattert. Was muss heute getan werden? Wann muss ich wo und mit wem sein? Viele unserer Gedanken sind untermalt mit Sorgen, Ängsten, Selbstzweifel und negativen Erwartungen. Tun Sie heute alles, was Sie tun müssen, aber im Geiste des „Nix“. Ihrem „Nix“. Es soll Sie heute begleiten. Treten Sie mit einer neutralen Haltung an Ihre Tagesabläufe heran. Erwarten Sie nichts Besonderes und nichts Schlimmes. Beurteilen und verurteilen Sie nichts und niemanden. Auch sich selbst nicht. Erwarten Sie weder Lob noch Dank. Das erspart Enttäuschungen und man freut sich doppelt, wenn es unerwartet passiert. Damit macht man sich vom Außen unabhängiger. Die alten Griechen nannten es „Ataraxie“ – Gleichmut. Nehmen Sie alles so an, wie es kommt – ohne es zu kommentieren. Damit spart man Lebenszeit und Lebensenergie. Halten Sie heute niemanden und nichts fest. Nirgends anhaften. Das „Nix“ hilft beim Loslassen der Gier nach diesem und jenem. Es macht Platz für kreative Energien und wohltuende menschliche Eigenschaften. Wenn Sie wieder vom „Nix“ wegdriften und auf das allmächtige „Etwas“ zusteuern, dann werfen Sie einen Hilfsanker aus. Dann sagen Sie laut „NIX!!“. Wenn Sie wieder mal über den Fahrstil Ihres Vordermannes fluchen wie ein Rohrspatz, dann „Nixifizieren“ Sie sich. Das „Nix“ hilft, sich nicht so wahnsinnig ernst zu nehmen. Es hilft gute Chancen zu erkennen, die man mit verbissener Ernsthaftigkeit gar nicht gesehen hätte. Wie viel davon wohl schon vorbeigezogen sind? Bei mir waren es schon einige. Bei Ihnen?

                  ... über Wegwerf-Mentalitäten

                  Ich habe eine Lieblingsuhr. Eine Swatch. Eigentlich hatte ich sie. Vor ein paar heißen Sommertagen segnete sie ihr Zeitliches. Inneres Uhr-Organversagen. Reparatur? Fehlanzeige, keine Ersatzrädchen erhältlich, nie gewesen. Was mir blieb, war das Wegwerfen. Eine Wegwerf-Uhr misst die Zeit einer Wegwerf-Gesellschaft. Das Wegwerfen ist fester Bestandteil unseres Lifestyles. Produkte müssen billig produziert werden. Für Qualität bleibt da wenig Spielraum. Ist die Lebensdauer verflogen, dann ab damit in die Tonne. Müllberge wachsen, Plastik-Inseln gondeln über unsere Weltmeere. Der Geist des Wegwerfens umgreift auch das zwischenmenschliche Miteinander. Solange man am Arbeitsplatz etwas leistet und "einbringt" ist es okay, wenn man älter und langsamer wird, dann wird man in den vorzeitigen Ruhestand oder in die Arbeitslosigkeit "entsorgt". Menschen werden auf eine Funktion reduziert. In der privaten Zwischenmenschlichkeit verläuft es oft nicht anders. Was bringt mir dieser Kontakt, diese Freundschaft ein? An emotionaler Befriedigung, an Prestige, an Vorteilen? Gerne befreundet man sich mit "wichtigen" Menschen und hofft, dass ein wenig von deren "Glanz" auf einen selbst abfärbt. Erfolgreich, wohlhabend und schön sollten die Freunde schon sein. Was zum herzeigen. Und das "Was" ist auch wichtiger als das "Wer" und "Wie" eines Menschen. Und wenn der Ehe- oder Lebenspartner plötzlich alt, krank oder langweilig wird, dann geht es diesem nicht anders als meiner kaputten Swatch. Weg damit! Neues muss her! Oft denke ich mir, es wäre schön, wenn wir anderen Menschen mit einer Vorurteils-Blindheit begegnen könnten. Dann würde das "Wie" vor das "Was" rücken. Oder man beherzt einfach den Rat des "Kleinen Prinzen" und sieht öfters mit dem Herzen. Denn dann würde man die freundliche Kassiererin im Supermarkt nicht nur als Funktions-Objekt wahrnehmen, sondern als menschliches Subjekt mit Würde, Hoffnungen, Sehnsüchten, Träumen und Wünschen. Genau wie Sie. Einer meiner Wünsche für alle Menschen ist in ein Lied gegossen: "Ein Mensch möcht ich bleiben, und nicht zur Nummer möcht ich werden…" (W. Ambros, Austro-Pop-Legende).

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