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SINN-VOLLES FÜR UNS ALLTAGSPHILOSOPHEN

 

Michael Bauer war Mönch im Benediktinerkloster St. Paul, Kärnten. Seit vielen Jahren praktiziert er traditionelle christliche und asiatische Meditationsformen. Als begeisterter Läufer entwickelte er zudem eine einzigartige Verbindung zwischen Ausdauertraining und spiritueller Praxis, die er in seinem Buch "Die Seele läuft mit" (Integralverlag) und "Power für die Seele" (Südwest) veröffentlichte.
Er schreibt exklusiv für den Glyx-Letter.

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Baumgeflüster

Manchmal wünsche ich mir, ich wäre baumhafter. Bäume sind beeindruckende Lebewesen. Besonders jene, die sehr reich an Jahresringen sind. Die stämmigen, die majestätisch in der Landschaft stehen. Unerschütterlich. Kräftig aber dennoch nicht starr. Diese betagten Holzpersönlichkeiten vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Ihre Wurzeln schlängeln sich tief in die Erde hinab, ihre Kronen streben gen Licht und Himmel empor. Ein schönes Symbol für Leben. Spricht man deshalb auch vom „Lebensbaum“? Ein wenig mehr Baum, bitte! Geh zu einem alten Baum! Staune, höre und lerne von ihm. Er trotzt standhaft gewaltigen Stürmen. Wie leicht komme ich hingegen aus dem Gleichgewicht. Bei dem An-Sturm von Meinungen anderer über mich. Bei den Verlockungen der Werbung, die mir sagt, was ich alles brauchen muss, damit ich glücklich sein kann. Beim Sirenengesang falscher Glückspropheten. Beim Lärm meiner persönlichen Ängste. Wenn ich kritisiert werde. Wenn ich in die Wolken gelobt werde. Da fühle ich mich nicht wie ein Baum. Verwurzelt in mir. Verwurzelt in einem gesunden Selbstvertrauen. Verwurzelt in Gleichmut. Nein, eher wie eines seiner flatterhaften Blätter, das von der kleinsten Brise hin und her gewirbelt wird. Bäume werfen wohltuende Sommerschatten. Das Leben wirft Schatten. Hin und wieder fühlt man sich als Schatten seiner selbst. Lebt im Schatten anderer. Aus ängstlicher Gewöhnung. Viele Bäume bringen Früchte hervor. Wohlschmeckende, gesunde und nahrhafte. Welche Früchte bringe ich in die Welt? Bin ich Nahrung für die Seelen anderer? Mache ich Menschen „satt“? Oder lebe ich so, dass man mich nur satt haben kann? Habe ich mich am Ende selber schon satt? Bäume geben Sauerstoff. Gute Luft. Spenden Leben. Trage ich zur Lebendigkeit bei? Wie gehe ich mit unserer Erde um? Mit ihren Ressourcen? Verschwende ich Energie? Lebe ich auf Pump künftiger Generationen? Nehme ich anderen die Luft zum Atmen? Mensch, Tier, Pflanze. Oder dürfen sie in meiner Gegenwart aufatmen? Bäume lehren uns auch, dass wir Menschen sind. Keine Bäume. Bäume stehen auf einem Ort, um leben zu können. Wir Menschen sind Bewegungswesen. Wir können und dürfen uns bewegen. Das gehört zu unserem Naturell. Wenn wir uns nicht mehr bewegen – körperlich, geistig, seelisch – dann bewegt uns nichts mehr. Dann vertrocknen unsere Wurzeln. Dann vertrocknet unsere Phantasie, unsere Kreativität, unser Mitgefühl, unser Mensch-Sein. Gehen Sie heute noch zu einem alten Baum: Hinsetzen. Still werden. Lauschen.

 
 

Urlaub bringt endlich Lange-Weile

In diesen Tagen sieht man sie wieder in die Briefkästen flattern: Schwärme von bunten Reiseprospekten. Sie ziehen gen Norden um die Menschen gen Süden zu locken. Nach Urlaub dürstende Sommermenschen. URlaub. Eine URsehnsucht. Welche durch die sommerlich heißen Sonnenstrahlen zur vollen Reife gelangt. Raus aus dem bekannten Alltagsrhythmus! Raus aus dem Alltagsstress! Und endlich rein in –  ja wohin denn eigentlich? In den nächsten Stress. Urlaubsstress. Den braucht man, um der Urlaubsleere zu entfliehen. Viele werden sogar von einem Urlaubsschock heimgesucht. Plötzlich ein Überschuss an Zeit. Freier Zeit. Das muss man erst mal verkraften. Es wird sogar Urlaubsmomente geben, wo man sie ganz für sich alleine hat. Diese freie Zeit. Wo man mit ihr alleine sein wird. Um Himmels willen! Was macht man denn da? Die Urlaubsleere kommt nicht alleine. Sie bringt einen lieben Verwandten mit. Das Unbehagen vor der Langeweile. Das nächste Schreckgespenst. Ich persönlich kann mich nicht genug langweilen. Die Langeweile schenkt uns eine „Lange Weile“. Ein langes Bleiben im Augenblick. Die Möglichkeit bei sich zu sein oder zu sich zu kommen. Eine Lange-Weile für seine Ideen, für seine Kreativität, für das Staunen über das scheinbar Selbstverständliche im selbstverständlich gewordenen Leben. Lange-Weile für das Denken. Das Nachdenken. Das Vorausdenken. Das Überdenken. Das Hinterfragen. Das Auffinden von den Dingen im Leben, mit denen man sich künftig mehr langweilen möchte. Die Lange-Weile schenkt uns Zeit zum Stehenbleiben. Sie gibt Augenblicke zum Durchatmen, zum Aufatmen. Sie ist unserer Seele eine Hängematte, in der sie ab und an baumeln darf. Bevor sie ins Straucheln kommt. Die Lange-Weile verschafft uns Raum, Urlaub von uns selbst zu machen. Eine Chance für neues Sehen. Das Wegsehen vom ach so wichtigen Ego und das Hinsehen auf andere. Ein mitfühlendes Hinsehen, kein verurteilendes Herabsehen. In der Lange-Weile kann man hören. Hinhören auf das, was einem andere zu sagen haben. Was einem die Natur sagen möchte. Die Tiere. Das eigene Herz. Man kann Hinhören auf jene Fragen, die einem die vier Wände seines „stillen Kämmerleins“ stellen. Man kann Antworten suchen. Sich selbst suchen. Sich selbst finden. Lang lebe die Lange-Weile!

 
 

Abschiede wohin man schaut

In regelmäßigen  Abständen besucht mich ein Vögelchen auf meinem Fenstersims und erfreut mich mit seinen fröhlichen Gesangseinlagen. Der Augenblick ist wie dieser Vogel. Er kommt und verabschiedet sich wieder. Das Leben ist eine Abfolge von Abschieden. Jeder von uns führt seine persönliche Abschiedsliste. Die bekommt man am Tag seiner Geburt in die Hände gedrückt. Wir verabschieden und werden verabschiedet. Eines Tages für immer. Von unseren Liebsten, von der Welt, vom Dasein. Oft steht man an weit geöffneten Gräbern und stellt sich wesentliche Fragen. Starrt dabei seiner eigenen Abschiedlichkeit direkt und unausweichlich in die Augen. Bevor der letzte Vorhang fällt, unterweist uns das Leben regelmäßig in Sachen Abschied. Tagtäglich. Wir verabschieden uns am Morgen von unseren Liebsten und gehen in unseren Alltag. Es gibt regelrechte Zentren des Abschieds: Bahnhöfe. Flughäfen. Es gibt Abschieds-Lebensphasen. So verabschieden wir uns von unbekümmerten Kindertagen und werden in den Ernst des Lebens eingeschult. Kaum daran gewöhnt und neue Freunde gefunden, klopft uns Schulkamerad Abschied erneut auf unsere schmalen Schultern. Wege trennen sich und Klassentreffen finden nie mehr statt. Kaum da, ist die Jugend auch schon wieder weg. Meine Güte, ist dieses Luder flink! Zurück bleibt das Unbehagen vor dem Alter. Sogleich beginnt ein Laufdilemma. Dem Alter davonlaufen? Oder doch der Jugend hinterher? Egal, einfach mal laufen. Am besten einen Marathon. Als Beweis, dass noch eine gehörige Portion Jungsein in einem steckt. Dass man kein Alteisen ist. Daher auch ein heißes Eisen mit Motor kaufen. Reinschwingen oder draufschwingen und davonschwingen. Gerne gemacht in der Mittelkrise eines männlichen Lebens. Frauen hingegen schließen sich einer Anti-Bewegung an. Der Anti-Age-Bewegung. Ich mag keine Abschiede. Da bekomme ich Turbulenzen im Bauch. Brustkorb und Hals werden fest zugeschnürt. Weil ich mich schwer tu in dem, was Abschiede verlangen: im Loslassen. Wer mag schon Schönes, Angenehmes, Liebes und Gutes loslassen? Schöne Augenblicke, wohltuende Zeiten und liebe Menschen? Aber hilft nix. So ist das Leben einmal gestrickt. Außerdem notwendig, damit man wieder Platz für Neues im Leben hat. Leben ist ja lebendig und nicht statisch. Je mehr man sich auf seine täglichen Abschiede einlässt und sie bewusst und achtsam erlebt, desto weniger überrumpelt wird man eines Tages von seinem eigenen „Großen Abschied“ sein. Ich beginne gleich mit meinem Abschiedstraining und verabschiede mich für heute von Ihnen, liebe Glyx-Leser!

 
 

Eis(h)eilige Extrem-Zeiten

Letzte Woche besuchten die fünf „Eisheiligen“ unsere Gefilde. Wie jedes Jahr. Immer Mitte Mai tauchen sie auf und haben ein wenig Restwinter im Gepäck. Noch einmal hüllten sie Alpenspitzen in einen weißen und frostigen Schal und überzuckerten Täler schneeweiß. Eine Maiwoche später erwarten wir fast hochsommerliche dreißig Grad. „Juhu“, höre ich die Wetterfee im Radio frohlocken. Ein Rätsel für mich. Am liebsten würde ich eine schwarze Trauerfahne aus dem Fenster hängen. Hochsommer im Mai. Oh, du wandelndes Klima. Es heißt, du hast Einfluss auf unser menschliches Gemüt. So schaffst du den kühlen Norden und den temperamentvollen Süden. Nun wendet sich das Blatt. Unser Gemüt verändert dich. Unsere Maßlosigkeit. Wir wollen immer mehr. Mehr Mobilität. Mehr Komfort. Mehr Energie. Mehr vom Mehr. Wir wollen Extreme. Extrem viel erleben, doch wir genießen extrem wenig dabei. Suchen nach dem Extremkick in Extremsportarten. Vor lauter Extremerleben verlernen wir das Spüren zarter Lebensnuancen. Extrem künstliche Geschmäcker im Essen entfernen uns vom natürlichen Genießen. Extreme Ichbezogenheit hilft uns beim Verlernen von Empathie. So merken wir nicht, wie unser Klima nach Atem ringt. Hauptsache, man kann sein neues Sommeroutfit zur Schau stellen. Am besten schon im April. Extrem extrem! Letztens sah ich im TV einen „Extrem-Botaniker“. Weil er sich für Pflanzen interessiert, die vor unserer Nase wachsen. Die in der Nähe von Parkplätzen oder vor unserer Haustür ihr Dasein fristen. Oft als Unkraut beschimpft. An denen wir tagtäglich unachtsam vorbeigehen. Extrem traurig, dass uns das extrem egal ist. Und, dass wir nicht einmal merken, wie egal uns das ist. Unser globaler Klimawandel ist ein Spiegelbild für unseren menschlich-seelischen Klimawandel. Es gibt keine sanften Übergänge mehr. Auf kalt folgt blitzschnell heiß. Nach staubtrocken kommt überschwemmungsnass. Bei uns Menschen ist es nicht anders. Alles oder nichts. Gemäßigte Kompromisse? Nix für mich. Kalte Mienen, heiß gelaufene Gemüter wohin man schaut. Da erhofft man sich einen Klimawandel. Einen heilsamen. Für die Menschen. Für die Welt. Sind Sie bereit, Abstriche zu machen und gleich jetzt damit zu beginnen?

 
 
 

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