cms
Menü

Suchbegriff  

  • Start

  • Neues

  • Experten

  • Sinn-Volles

  •  
 
 

 

 

 

 

 

SINN-VOLLES FÜR UNS ALLTAGSPHILOSOPHEN

 

Michael Bauer war Mönch im Benediktinerkloster St. Paul, Kärnten. Seit vielen Jahren praktiziert er traditionelle christliche und asiatische Meditationsformen. Als begeisterter Läufer entwickelte er zudem eine einzigartige Verbindung zwischen Ausdauertraining und spiritueller Praxis, die er in seinem Buch "Die Seele läuft mit" (Integralverlag) und "Power für die Seele" (Südwest) veröffentlichte.
Er schreibt exklusiv für den Glyx-Letter.

Seite

 

Herbst-Blues hat den Rhythmus

Der Herbst ist ein Spaßvogel. Er ist der Clown unter den Jahreszeiten. Mit fröhlichen Farbklecksen zaubert er bunte Blätter in die Landschaft. Den Herbsthimmel taucht er in ein ungewöhnlich schönes Blau. Was für eine Freiluft-Farbtherapie! Für alle zum absoluten Nulltarif. Der Herbst zieht mit seinem „Blues“ durch Straßen, enge Gassen und in so manches Gemüt. Sein rauer Morgenatem ist Vorbote vom nahenden Winter. Das schürt die Sehnsucht nach Wärme und Licht. Deshalb ist der Herbst bei vielen Mitzeitgenossen gar nicht gern gesehen. Ja, nicht wenige fürchten sich vor ihm. Ich mag den Herbst. Sehr sogar. Am meisten den Spätherbst, die November-Allerseelen-Nebel-Magie. Wow! Und ganz besonders mag ich den „Herbst-Blues“. Der Blues streichelt die Seelen. Man denke nur an die gefühlvollen Texte und Rhythmen der Bluessänger. Der Blues geht unter die Haut. Er berührt. Er erreicht Bereiche unserer Seele, die im lauten Alltag meist kein Gehör mehr finden. Nicht beachtet werden im oberflächlichen FUN-Getöse und der Gefühlstaubheit unserer Tage. Der Blues bringt die mitfühlenden Saiten in uns zum Schwingen. Die Soulmusic unseres Menschseins. Darum reiße man seine Türen sperrangelweit auf und bitte den Herbst-Blues herein! Man rede mit ihm, lerne von ihm, bewirte ihn freundlich und genieße die gemeinsamen Augenblicke. Sogleich stellt man fest, dass der Herbst-Blues alles andere als ein Schreckgespenst ist. Der Herbst-Blues schenkt uns Muße. Zum Nachdenken, zum Innehalten, zum Hinterfragen, zum Planen, zum Ordnen, zum Entrümpeln … Im Herbst fährt man die letzten großen Ernten vor dem Winter ein. Der Herbst ist Ernte-Dank-Zeit. Für welche Ernten können Sie besonders dankbar sein? Dabei denke man nicht nur an die materiellen Erntegüter. Eventuell auch an wahre Freundschaften, Gesundheit, Lebensumstände, Arbeit, dass man lebt, dass man geliebt wird, lieben kann, Geborgenheit, Angenommen-Sein, Heimat, ein Zuhause, Nahrung, Frieden, Sinn, Zukunftsperspektiven, Hilfe bekommen, Hilfe schenken können, Genesung, Freude … Der Herbst und sein Blues haben viel zu bieten. Sie verleihen uns den Rhythmus zum Umdenken und zum Neuanfang. Frei nach dem Song von Johnny Cash: „Get Rhythm“ (when you get the blues…).

 
 

In-sich-gehen: Geh-Meditation zuhause

Das Gehen eignet sich hervorragend als Meditation in Ihren vier Wänden oder im eigenen Garten. Wem das meditative Laufen nicht liegt oder wer für die Sitzmeditation zu wenig „Sitzfleisch“ – sprich: Geduld – mitbringt, dem sei das Gehen als Meditation ans Herz gelegt. Es ist eine ausgezeichnete Achtsamkeitsübung. Wo immer Sie gehen können, da können Sie üben. Führen Sie die Übung ganz langsam und konzentriert aus. So wie das beim chinesischen „Schattenboxen“ Tai Chi Chuan der Fall ist. Wir machen stattdessen „Schattengehen“.

Ihr Blick ist geradeaus gerichtet, ohne einen speziellen Punkt zu fokussieren. Sie konzentrieren sich auf Ihre Füße und auf Ihre Schritte. Stellen Sie sich aufrecht hin, Ihre Arme hängen natürlich und locker an Ihren Seiten herunter. Atmen Sie durch die Nase langsam ein und aus. Eine tiefe Zwerchfellatmung.

Spüren Sie Ihre Füße, atmen Sie mithilfe Ihrer Vorstellungskraft quasi zu Ihren Füßen hinunter. Lenken Sie Ihre Vorstellungskraft zu Ihren Füßen und stellen Sie sich vor, wie Sie über Ihre Füße ein- und ausatmen. Sie sind nun geerdet. Ihre Schultern sind entspannt, und Ihr Kopf-Nackenbereich ist locker, ganz so, als hinge er an einem feinen Faden, der am Himmel befestigt ist. Berühren Sie den Gaumen leicht mit Ihrer Zungenspitze. Das steigert die Achtsamkeit. Nun gehen Sie los. Ganz langsam. Ganz absichtslos. Heben Sie den rechten Fuß und lassen Sie ihn langsam nach vorne gleiten. Setzen Sie mit der Ferse zuerst auf und rollen Sie Ihren Fuß ab, bis er vollen Bodenkontakt hat. Spüren Sie bewusst diesen Kontakt mit der Erde. Jetzt verlagern Sie das Gewicht auf Ihr rechtes Bein und machen Sie einen Schritt mit dem linken nach vorne. Wieder mit der Ferse aufsetzen und abrollen. Verlagern Sie das Gewicht nun auf das linke Bein und machen Sie einen Schritt mit dem rechten Fuß nach vorne. Und so weiter. Entspannen Sie beim Gehen Ihre Knie und geben Sie ein wenig nach, sodass die Knie nicht durchgestreckt sind. So haben Sie einen besseren Stand. Fühlen Sie den Untergrund, auf dem Sie gehen. Ihre Füße geben Ihnen Sicherheit und Halt.
Machen Sie die Geh-Meditation gute fünf Minuten lang. Am Morgen nach dem Aufstehen oder auch tagsüber, wann immer Sie Zeit haben und wenn Ihnen der Stress wieder mal den Boden unter den Füßen nimmt. Die Geh-Meditation können Sie auch barfuß machen. Wechseln Sie auch regelmäßig den Untergrund, auf dem Ihre Füße üben dürfen. Die Geh-Meditation beruhigt und fördert Ihre Achtsamkeit. Sie gehen in sich und finden zu sich. Schritt für Schritt.

 
 

Minuten-Eremiten

Der laute Schrei so mancher Augenblicke weckt das Verlangen nach wohltuender Stille. Wie wäre das schön. Jetzt und hier ein wenig Raum für sich alleine. Zur Ruhe kommen können. Keine Gelegenheit. Der Job. Die Kinder. Die fehlende Zeit. Dabei gäbe es doch Angebote zuhauf. Tage der Stille im Haus der Einkehr. Kloster auf Zeit. Wellnessurlaub in ländlicher Abgeschiedenheit. Meditation am Berg. Mamma mia, das wäre fein. Eine Handvoll Zeit für mich. Einen Platz zum Chillen. Aber natürlich, den habe ich doch. Sie ebenfalls. Jeden Tag halten wir uns dort auf. Mehrmals. Zuhause in den eigenen vier Wänden. Und in den vier Wänden unserer Arbeit. Mindestens ein solches Plätzchen hat jeder. Manche haben sogar mehrere davon: Das „Stille Örtchen“. Nomen est Omen. Sofern man es still sein lässt. Denn Homo-sapiens-Hightech will selbst dort nicht ohne Verbindung zur Außenwelt sein. iPhone und Tablet ermöglichen es dem Unruhegeist, während er seine kleinen und großen Geschäfte erledigt, seine kleinen und großen Geschäfte abzuwickeln. Dann gibt es noch die Stille-Örtchen-Lese-Ratte. Zeitunglesen am Locus. Vielleicht um die negativen Schlagzeilen gleich auf direktem Wege zu verdauen? Lassen wir dem „Stillen Örtchen“ doch seine Stille! Denn wo sonst ist man im Laufe des Tages so ungestört und mit sich alleine als gerade dort. Dort wird man zum Kurzzeit-Eremiten. Ein kleiner Retreat vom Alltag im Alltag. Was für ein Luxus. Besonders, wenn man am Kraftörtchen der Stille  eine „Sitzmeditation“ einlegt, eröffnen sich mitunter überraschende Perspektiven. In sitzender Verneigung vor dem Wunder Augenblick. Das Örtchen des Spülens wandelt sich zum Ort des Spielens. Gedankenspiele. Ideenspiele nehmen ihren natürlichen Lauf. Unsere Fantasie wird aus ihrem engen Korsett befreit. Bauchgehirn und Kopfgehirn reichen sich die Hand und laufen wie Gott sie schuf über das weite Land des Alles-Ist-Möglich-In-Diesem-Augenblick. Das „Stille Örtchen“ bietet neben grenzenlosen Gedankenspaziergängen auch die Möglichkeit sich zu sammeln. Bei sich einkehren. Bei sich hinsetzen. Bei sich nachhören. Das Kopfchaos ordnet sich. Um wieder in neuer Frische ans Tagewerk zu gehen. Liebe Chefinnen und Chefs: Lobpreisen Sie daher die Toiletten-Eremiten-Pausen Ihrer Mitarbeiter! Allen anderen sei gesagt: Möge die Stille des Örtchens mit Ihnen sein!

 
 

Baumgeflüster

Manchmal wünsche ich mir, ich wäre baumhafter. Bäume sind beeindruckende Lebewesen. Besonders jene, die sehr reich an Jahresringen sind. Die stämmigen, die majestätisch in der Landschaft stehen. Unerschütterlich. Kräftig aber dennoch nicht starr. Diese betagten Holzpersönlichkeiten vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Ihre Wurzeln schlängeln sich tief in die Erde hinab, ihre Kronen streben gen Licht und Himmel empor. Ein schönes Symbol für Leben. Spricht man deshalb auch vom „Lebensbaum“? Ein wenig mehr Baum, bitte! Geh zu einem alten Baum! Staune, höre und lerne von ihm. Er trotzt standhaft gewaltigen Stürmen. Wie leicht komme ich hingegen aus dem Gleichgewicht. Bei dem An-Sturm von Meinungen anderer über mich. Bei den Verlockungen der Werbung, die mir sagt, was ich alles brauchen muss, damit ich glücklich sein kann. Beim Sirenengesang falscher Glückspropheten. Beim Lärm meiner persönlichen Ängste. Wenn ich kritisiert werde. Wenn ich in die Wolken gelobt werde. Da fühle ich mich nicht wie ein Baum. Verwurzelt in mir. Verwurzelt in einem gesunden Selbstvertrauen. Verwurzelt in Gleichmut. Nein, eher wie eines seiner flatterhaften Blätter, das von der kleinsten Brise hin und her gewirbelt wird. Bäume werfen wohltuende Sommerschatten. Das Leben wirft Schatten. Hin und wieder fühlt man sich als Schatten seiner selbst. Lebt im Schatten anderer. Aus ängstlicher Gewöhnung. Viele Bäume bringen Früchte hervor. Wohlschmeckende, gesunde und nahrhafte. Welche Früchte bringe ich in die Welt? Bin ich Nahrung für die Seelen anderer? Mache ich Menschen „satt“? Oder lebe ich so, dass man mich nur satt haben kann? Habe ich mich am Ende selber schon satt? Bäume geben Sauerstoff. Gute Luft. Spenden Leben. Trage ich zur Lebendigkeit bei? Wie gehe ich mit unserer Erde um? Mit ihren Ressourcen? Verschwende ich Energie? Lebe ich auf Pump künftiger Generationen? Nehme ich anderen die Luft zum Atmen? Mensch, Tier, Pflanze. Oder dürfen sie in meiner Gegenwart aufatmen? Bäume lehren uns auch, dass wir Menschen sind. Keine Bäume. Bäume stehen auf einem Ort, um leben zu können. Wir Menschen sind Bewegungswesen. Wir können und dürfen uns bewegen. Das gehört zu unserem Naturell. Wenn wir uns nicht mehr bewegen – körperlich, geistig, seelisch – dann bewegt uns nichts mehr. Dann vertrocknen unsere Wurzeln. Dann vertrocknet unsere Phantasie, unsere Kreativität, unser Mitgefühl, unser Mensch-Sein. Gehen Sie heute noch zu einem alten Baum: Hinsetzen. Still werden. Lauschen.

 
 
 

Seite

 

cleverer als no carb   Fatburner-Smoothies  

 

 
Bild
 
 

Marion coacht!

PERSONAL COACHING: Smart Aging, Detox, xunt und pure leben, glyxen, abnehmen mit Marion Grillparzer – persönlich oder per E-Mail, Telefon und Skype.

 

MEHR ERFAHREN >

 

 

 

 

 

Glyx-Letter

Alle 14 Tage gibt´s den

kostenlosen GLYX-LETTER

mit vielen Tipps, Tricks,

leckeren Rezepten und

tollen Abnehmtipps.

Einfach mal rein schnuppern!

 

HIER ANMELDEN >

 

 

 

 

 
Bild
 
 

Service

Hier findet ihr leckere Rezepte, dort kostenlose Downloads – und es gibt viel zu lesen, z.B. Sinnvolles, Heilpflanzen, Glyx-Mama, oder Xunt-Blog

 

 

 

 

 
Bild
 
 

Aktuell

Am 9. März 2019 starten die beiden Begleitprogramme "Pure" und "Fasten & Glyxen" und jeden Samstag "Salto Vitale".

 

 

 

 

 

Simple GLYX – die gesunde, nachhaltige, ganzheitliche Diät von Marion Grillparzer. Xunt leben & glyxen! Die GLYX-Diät - Xunt - Gesunde Ernährung - Abnehmen

 
 

 

Simple GLYX – die gesunde, nachhaltige, ganzheitliche Diät von Marion Grillparzer. Xunt leben & glyxen!

Die GLYX-Diät - Xunt - Gesunde Ernährung - Abnehmen

 

 

Die Seite für neutrale umfassende Gesundheitsinformationen, gibt Hilfe zur Selbsthilfe, ersetzt den Arzt-Besuch natürlich nicht.

 

 
 

Cookies erleichtern die Bedienung und sind für die volle Funktionalität dieser Website notwendig. Information ja  nein  OK   

 

 

Warenkorb:

0 Artikel

0,00 €

0 Artikel

 

Merkliste:

0 Artikel

0 Artikel
 

Benutzer:

Besucher

AbmeldenAbmelden

 
 
 
 
nach oben
leer-t1-10000

x

---

+++

x