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Feelgood: Einfach den Tag pflücken

 

Es ist so einfach, gut drauf zu sein. Es bedarf nur wenig. Nur kleine Dinge. Nur den Augenblick. Man muss einfach nur erkennen, was gut tut. Hier lesen Sie, was Marion so durch den Kopf geht, wenn sie mal wieder die Muse hat, den Tag zu pflücken. 

 

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Glück erleben wir nicht dort oben im Verstand

Wenn morgens die Worte in unserem Kopf vor sich hinrattern über die Spiegeleier mit Speck oder den am Wochenende anstehenden Besuch der Schwiegermama, fühlen wir uns gestresst. Glück erleben wir im Augenblick. Im Jetztsein. Mit dem Körper. Mit dem Fühlen. Mit dem Körpersinn. Warum nehmen Kinder alles in die Hand oder den Mund? Warum schreien Kinder förmlich nach Bewegung? Es gibt nichts Wichtigeres für sie, als den Körper erleben zu lassen.
Das ist Glück. Das ist Sein. Wir alle haben diesen wunderbaren Körpersinn, der uns durch das Leben lenkt – und aus diesem wächst sogar unser Selbstbewusstsein, unsere Gesundheit, unsere Zufriedenheit, unser Charisma. Nur: Dieser Sinn ging uns verloren. An der Tastatur, in der virtuellen Welt, vor dem Fernseher – in der Welt der Denker und Planer, der Kontstrukteure und Konzeptionisten ...  Macht nix. Wir können einen Zipfel von ihm erwischen und mit ein bisschen Gehirndünger namens Begeisterung können wir ihn wieder wecken. Aktiv machen. Und dann müssen wir nicht mehr lange nach dem Sinn im Leben suchen. Von Coach zu Couch laufen, Ratgeber um Ratgeber lesen. Dann haben wir wieder den Blick für das Wesentliche , das Naheliegendste: den Körper. Der sagt alles, er zeigt alles, wir spüren alles. Und wir verknüpfen Sokrates weise Worte „Ich denke, also bin ich“ mit den weisen Worten des Neurowissenschaftlers Professor Antonio Damasio „Ich fühle, also bin ich“ – und schon wird die Seele weit ...

 
 

Glücksfasten

Jede Erdbeere macht mich ganz klein! So drei Jahre klein. So glücklich, wie man nur als Kind über Erdbeeren sein kann. Die Erdbeere macht glücklich mit Folsäure. Sie entwässert, hat mehr Vitamin C als die Orange. Ihr Eisen weckt, Kalium und Magnesium stärken das Herz. 70 Billionen Körperzellen sagen “Danke!” für einen Erdbeer-Sommer-Fasten-Tag. Ihr wisst ja, der neue Trend heißt: Teilzeitfasten. Kann man unterschiedlich machen. Über Nacht. Oder: Einen Tag die Woche. Fünf Tage im Monat. Drei Wochen am Stück.
Hier ein Beispiel für Glücksfasten. Einen Tag lang. Nur Erdbeeren. Die kann man drei mal anders genießen! Zu zweit!
I pure: Frisch vom Feld gepflückt, aus der Hand.
II Carpaccio: 10 große Früchte waschen, putzen, blättrig schneiden, auf einem Teller fächerartig anrichten. Mit Balsamico beträufeln und mit grünem Pfeffer würzen, dazu gehackte Pistazien.
III Frozen Joghurt: 1 Pfund gefrorene Erdbeeren mit 1 Pfund Natur-Joghurt im guten Standmixer pürieren. Und wie nix wegschlecken.

 
 

Frischekick

3 kleine Bio-Zitronen waschen und vierteln. 1 Knolle Knoblauch schälen. 100 g Petersilienwurzel schälen, in grobe Stücke scheiden. Alles im Mixer gut pürieren. Täglich 1 Teelöffel essen. Das weckt nicht nur Frühjahrsmüde so richtig auf, sondern schenkt auch noch Lebensjahre.

 
 

Endorphin-Programm

Frühling ist Endorphinzeit. Das Winterloch der Glücksbotenstoffe kann man ganz schnell füllen mit unserem Schnell-Programm.
1. Bewegung! „Runner‘s High“ – stellt sich nach einer Zeit ein, wenn man sich schon ein bisschen anstrengt. Lässt uns Läufer wie schwerelos über die Wege fliegen.
2. Verliebt sein! Dieses Kribbeln im Bauch ... daher kennen wir alle dieses Schweben auf Wolke sieben. Man kann sich aber auch ins Leben verlieben. In ein Gänseblümchen. Ins Abendrot. Ins Lachen des Kindes. In den eigenen Partner :o), immer wieder. Auch die kleinen, großen Alltags-Wunder schicken Endorphine ins Blut.
3. Neues wagen! Schon mal auf einer Slackline gestanden, an der Boulder-Wand gehangen? Ausprobieren! Sowohl der Nervenkitzel beim zittrigen Anfangen als auch die Freude, wenn man's dann kann, locken die Seelen-Sonnenscheinmacher. Wer neugierig bleibt, bleibt glücklich! Ja, man kann auch ganz vorsichtig anfangen.
4. Beten! Gläubige Menschen haben mehr Endorphine im Blut. Wahrscheinlich, weil sie weniger Angst haben, sich in einem größeren Plan aufgehoben fühlen. Ein bisserl meditieren, hin und wieder „Danke, lieber Gott!“ oder „liebes Universum!“ sagen, macht uns Menschen einfach glücklicher.

 
 

Umweltliches Pilgern

Unglaublich. Für alles gibt’s einen Forscher. Und für den Spaziergang gibt es sogar zwei. In Deutschland. Einer davon heißt Bertram Weißhaar. Konnte man am Sonntag in der Welt lesen. Er beschäftigt sich mit der Promenadologie. Der Spaziergangforschung. Er sagt: „Gehen ist der einfachste Weg um sich ein eigenes Bild der Welt zu erschließen. Und mit dem Gehen kommt auch das Denken in Gang, gelangt das bloße Sehen zum Erkennen: Hinter dem momentanen Horizont geht es noch weiter.“ Das finde ich sehr, sehr klug. Und sehr sehr wichtig. Und einen sehr, sehr wichtigen Gedanken.

Wenn ich da so spazieren gehe, was ich ja sehr oft tue, habe ich mir da noch keine Forschergedanken gemacht. Obwohl ich das mitunter ja fast immer tue. Aber da gucke ich. Nach dem ersten Bärlauch. Nach den Fischreihern. Nach den Weidenkätzchen. Nach dem Osterhasen. Aber das kann ich. Meine Spaziergänge führen nämlich durch den Wald oder über die Wiesen. Über Stock und Stein und Maulwurfshügel und so. Lauter Achtsamkeitsmagneten. Einfach zauberhaft. Glückbescherend. Hat nicht jeder, deswegen gibt es den Beruf des Spaziergangforschers. Und zwar auf der Kunsthochschule in Kassel.

So ein Forscher bemängelt, dass man in Zeiten der Navigationsgräte die Orientierungsfähigkeit verloren hat. Man nicht mehr genau hinschaut. Die Achtsamkeit für seine Welt verliert. Und so geht Weißhaar mit einer ganzen Herde Menschen, die eine Stadt mal wieder anders erkunden wollen, spazieren. Genauer hinzuschauen. Umwelt erpilgern. Und sorgt auch gleich noch dafür, dass Städte eher nach den Bedürfnissen der Bewohner geplant werden. Mit Gartenlandschaften auf Dächern, mit Stränden in der Großstadt.

Aber warum ich das ganze erzähle ist eigentlich das Projekt von Bertram Weißhaar. Er ist 1200 km von Aachen bis nach Zittau gelaufen. Und das habe ihn verändert. Er schaue noch genauer hin, esse nur noch regionale Produkte, kaum noch Fleisch. Sein Buch „Denkweg“ war nur der Anfang. Nun vernetzt er Biobauern, Gastronomen und Umweltschützer entlang seiner Route. Ein neuer Jakobs-Weg. Für Spaziergänger, die sich und das Land neu entdecken wollen. Das finde ich zauberhaft. Mehr unter denkweg.net

Lust auf andere Stadtspaziergänge? Hier müsst ihr mal hingucken! Und hinhören: talk-walks. de

 
 
 

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