Tanja ist Glyxlerin von ganzen Herzen. Und schreibt herrlich ihre himmlischen Erlebnisse aus ihrer normalen irdischen Glyx-Welt.Â
Gilt ein Getränk, das geschätzt nur noch aus 5 Prozent Kaffee besteht eigentlich noch als Kaffee? Ich rede hier nicht von Frappuccino Caramel oder einem Hafermilch Cappuccino oder einem Madagaskar Vanille-Honig-Karamell-Gemisch im To-Go-Becher, sondern von meiner eigen erschaffenen Kaffeekreation. Die hat sich über Monate hinweg langsam entwickelt und erweitert.
Angefangen hat alles noch ganz harmlos mit Austausch von Zucker gegen Xucker. Ich bin ein Mensch, der seinen Kaffee süßen muss. Anders schmeckt er mir einfach nicht. Zucker ungesund und Fettzellen-Bestie, also ersetzen. In meinem Fall durch einen Teelöffel Xucker im Kaffee. Danach kam eine Freundin von mir mit ketogener Ernährung und ihrem morgendlichen Bullet Proof Coffee ums Eck. Habe ich probiert. Mehrmals. Tut mir leid, aber bei Butter im Kaffee hört mein Gesundheitswillen auf zu existieren. Aber ich habe festgestellt, dass mir der Kokosgeschmack im Kaffee gefällt, also kam als weitere Zutat ein Teelöffel Kokosöl hinzu. Im Gespräch im Skiurlaub mit unseren Nachbarn kamen wir auf die gesundheitlichen Vorteile von Zimt. Verdauungs- und blutzuckerregulierend, entzündungshemmend und antioxidativ. Natürlich der Ceylon- nicht der Cassia-Zimt. Mein Nachbar meinte dann, dass er sich deshalb jeden Morgen eine Prise Zimt in den Kaffee gibt. Tataaa… die nächste Zutat wurde ausprobiert und geschmacklich für gut befunden. Auf die nächste Zutat bin ich über Umwege gestoßen. Eine Kollegin hat erzählt, dass sie jeden Abend einen Becher Goldene Milch trinkt. Ein angebliches Wundermittel für Schlafqualität, Darm und Nerven. Also habe ich mir abends ein paar Mal Goldene Milch gemixt. Leider ist mir nach einer Gelbeinfärbung meiner cremefarbenen Küche durch verschüttetes Kurkumapulver kurzfristig die Lust vergangen. Außerdem neige ich dazu, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder Routinen im Laufe des Tages und vor allem im Laufe des Abends zu vergessen. Deshalb versuche ich immer, alles möglichst morgens oder vormittags einzunehmen. Was mich auf die Idee brachte zusätzlich zu meiner Prise Zimt, auch noch eine Prise Kurkuma in die Kaffeetasse zu geben. Wer jetzt denkt, Xucker, Kokosöl, Zimt und Kurkuma sind genug Zinnober für einen einfachen Morgenkaffee, der hat eigentlich Recht. Kennt mich aber nicht allzu gut. Ich bin Perfektionistin und treibe es gerne mal auf die Spitze. Im Fall meines Kaffees fehlt noch eine Zutat. Kollagenpulver. Habe ich von der ketogen lebenden Freundin. Gutes Kollagenpulver ist wichtig für Gelenke, Haut, Muskeln, Knochen und Sehnen. Wenn man ein geschmacksneutrales Pulver kauft, kann man das quasi überall reinleeren. Warum dann also nicht in den Kaffee. Ich glaube, mein Kaffee ist das, was man als gesättigte Lösung bezeichnet. Eine Zutat mehr und der Aggregatszustand wäre fest statt flüssig.
Immer noch nicht perfekt genug? Für den ganz individuellen Geschmack gieße ich meinen Kaffee mit gutem Wasser durch ein Porzellansieb auf. Aber hey. In Asien gibt es Teerituale, im Hause Bantle jeden Morgen ein Kaffeeritual. Mein Göga hat die Sache mit dem Kaffee ans Bett bringen übrigens aufgegeben. Er kann sich die vielen Zutaten nicht merken und weigert sich, in der Zeit, in der andere Menschen ein 3-Gänge-Menü kochen, einen einfachen Morgenkaffee zuzubereiten.
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