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Die GLYX-Diät - Xunt, gesunde Ernährung, Abnehmen - mit Marion Grillparzer

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SINN-VOLLES FÜR UNS ALLTAGSPHILOSOPHEN

 

Michael Bauer war Mönch im Benediktinerkloster St. Paul, Kärnten. Seit vielen Jahren praktiziert er traditionelle christliche und asiatische Meditationsformen. Als begeisterter Läufer entwickelte er zudem eine einzigartige Verbindung zwischen Ausdauertraining und spiritueller Praxis, die er in seinem Buch "Die Seele läuft mit" (Integralverlag) und "Power für die Seele" (Südwest) veröffentlichte.
Er schreibt exklusiv für den Glyx-Letter.

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Unterm Bett

 

So richtig nett ist´s nur im Bett! Peter Alexanders weiser Sangesspruch. Wer kennt ihn nicht!? Gott hab ihn selig! Den Peter. Und er segne diesen Spruch. Das Bett ist eines der letzten Bollwerke der Geborgenheit. Frage nicht. In Betten spielen sich vorwiegend schöne Sachen ab. Liebe machen. Neues Leben machen. Mein Opa hat deshalb das Schlafzimmer „Werkstatt“ benannt. Frisch Verliebte kuscheln den ganzen Tag in ihren zerknüllten Liebesnestern. Schmieden dort allerlei Zukunftspläne und schwören ewige Liebesschwüre. In Betten erschläft man sich neue Kräfte. Und Karrieren – so böse Zungen. Betten sind Medizinmänner und Schwitzhütten. Kranke erfahren Heilung. Betten sind Klöster. Für viele der einzige Ort, wo sie Zeit für sich haben und in ihr Inneres schauen können. Ein wenig Ruhe haben halt. Betten sind Seelen-Bahnhöfe. Von dort aus treten viele von ihnen ihren allerletzten Trip an. Die Schienen verlaufen ins große Glückseligkeits-Steppdecken-Wolken-Nirwana. Halleluja, sag ich! Betten sind mystische Plätze. Daunenhafte Nazca-Linien. Landeplätze für deine Träume. Die Mittler zwischen unserem verwirrenden Hier und der jenseitigen Anderswelt. Betten sind Friedensstifter. Quasi die Gandhis unter den Möbeln. Sie sollten schleunigst den Nobelpreis kriegen! Wer schläft, der denkt und tut nix Böses. So, ihr Bösewichte und all ihr anderen A…lö…er dieser Welt: Bitte ab ins Bettchen! Meine allerschönste Bett-Ekstase ist die, wenn ich sommers nachts – eingehüllt in ökoweichspülfrischer Bettwäsche – in meinem Bett liege, das Fenster weit offen. Und das alles während es draußen so richtig schön regnet. Mein lieber Schwan. Das ist schöner als Sex. Echt jetzt. Betten können auch unheimlich sein. Gruselig. Unterm Bett hausen ja auch Geister, böse Hexen und diverse Vertreter aus der Zunft der Dämonen. Ganz wilde Hunde halt. Hintertrieben bis zum Gehtnichtmehr. Wie oft haben einst meine persönlichen Ghostbusters wie Mama oder Oma oder Opa unters Bett schauen müssen, um gespenstermäßig alles zu checken. Ob alles clean. Quasi. Eines schönen Tages aber wollte ich der Sache auf den Grund gehen, nahm all meinen Mut zusammen, ging meinem Bett auf den Grund und stieg unters Bett. Und ich blieb dort. Weil es war schön. Wunderschön. In meiner persönlichen Höhle. Und wenn dort irgendwelche Geister hausen, dann müssen es sehr liebe und gute sein. Die mich auf meinen Höhlenexpeditionen begleiteten und beschützten. „Unterm Bett“ war lange Zeit einer meiner Lieblingsorte. Geborgenheit zum Quadrat. Quasi die Geborgenheit in der Geborgenheit. Dort traf ich mich mit meinen Tagträumen, alberte mit der Fantasie herum und oft schlief ich auch nur ein. Manchmal, wenn es turbulent oder rau im Leben, da steige ich geistig unters Bett. Und ab und an wünsche ich meinen guten Dämonen unterm Bett eine gute Nacht. Ich wünsche allen Menschen und der Welt mehr „Unterm Bett“!

 

I like Honigdachs

 

Wenn ich ein Tier sein könnte, dann… Aber warte mal. Wir Menschen sind doch in gewisser Weise eh Tiere. Wie die Tiere. Obwohl, ist das nicht eine Beleidung für die übrigen Tiere? Wie Katzen, Hunde, Kühe, Schweine… Denn welche Tiere zerstören systematisch die Umwelt, trampeln rücksichtlos auf  dem Planeten und anderen Menschen herum? Führen fucking Kriege? Was für eine Viecherei! Mein lieber Schwan. Aber wenn ich ein Tier sein könnte, dann wäre ich gerne ein Honigdachs. Eigentlich ist er kein richtiger Dachs, er gehört zur Sippe der Marder und lebt in afrikanischen und asiatischen Gefilden. Er ist schwarz, hat einen breiten weißen Streifen vom Kopf über den Rücken bis zum Schwanz. Eine echt coole Frisur. Der Honigdachs ist 24 bis 30 Zentimeter hoch, 60 bis 75 lang und bringt 9 bis 16 Kilo auf die Honigdachswaage. Äußerlich ist er relativ unscheinbar. Aber sein Charakter ist einfach geil! Er lebt vorwiegend als Einzelgänger. Quasi als Eremit. Er ist ein Steppenwolf. Ein Steppenwolf unter den Eremiten. Ein lonsome Rider. Unrasiert und fern der Heimat. Wer hält es schon lange mit sich alleine aus? So ganz ohne ständigem Quasseln und Touchscreen-Wisch-Zärtlichkeit und dings. Ohne virtuelle Dauerbetäubung seiner Sinne. So entsteht vermutlich Sinn-Losigkeit. Die kennt der Honigdachs nicht. Der geht mit geschärften Sinnen durch die Welt. Muss er auch. Weil Feinde lauern überall. Viele hat er zwar nicht. Fast keine. Uns Menschen. Weil Honigdachs ist ein extrem wehrhafter Typ. Bruce Lee nix dagegen. Selbst Löwen gehen ihm aus dem Weg. Nicht ohne Grund. Der Honigdachs scheißt sich absolut nix. Und er hat eine dicke Haut. Die zudem lose ist. Also beweglich. Selbst Zähne von Raubkatzen kommen nicht durch diese Haut. Zur Verteidigung hat er auch eine Stinkdrüse wie ein Stinktier. Und ziemliche Krallen. Er kennt kein Zurück und keine Angst. Größeren Tieren – wie erwähnten Löwen – beißt er in die Gonaden, sprich in die Eier. Er lässt sich von hohen Tieren nicht unnötig einschüchtern und den Mund verbieten. Und deshalb machen Löwen einen großen Bogen um ihn. Aber der Honigdachs kämpft nur, wenn er angegriffen wird. Ansonsten ist er ein Pazifist. Kein Raufbold, keine Brutalo und dings. Tritt auf niemanden ein, wenn er schon am Boden liegt. Provoziert niemanden, weil er voller Frust und Wut. Selbst Giftschlagen machen ihm nix. Die verspeist er, wenn nötig. Ihr Gift wirkt auf ihn wie Alkohol auf uns. Ein Schwips, eine kleiner Rausch. Solche Abwehrkräfte wären super. Gegen die Gifte um uns herum. Und in uns. Nicht nur Umweltgifte, sondern auch Seelengifte. So viele gehen herum und versprühen das Gift Hass, Neid, Gewalt, Zwietracht ... Oder sie arschlochisieren einfach nur herum. Eine honigdachsdicke Haut wäre da nicht übel, damit man nicht selbst so oft vergiftet wird. Von diesen bitteren Giften. Eine honigdachssüße Haut könnte der geeignete Schutzschild sein. Ein honigdachsiger Charakter in vielen Lebenslagen ein großer Gewinn.

 

Holzkopf

 

Es ist wunderschön, warm, fühlt sich toll an, wenn man es streichelt und es riecht obendrein  verflixt gut. Ich rede hier nicht von einer begehrenswerten Frau, sondern von einem anderen wundersamen Wesen: Holz. Das geht mir durch den Kopf, als ich eine kunstvoll gefertigte Holzstatue der Heiligen Anna anschaue. Exzellente Schnitzarbeit, von einem Künstler, schon lange nicht mehr unter uns weilend, der irgendwo in einem abgelegenen Alpental seiner Kreativität und seinen Messern freien Schnitt ließ. Solche Menschen faszinieren mich. Aus einem einfachen Stück Holz, womit man sonst seinen Kachelofen einheizt, schaffte dieser Schnitzer etwas, was auch wärmt. Etwas anders halt. Das Herz wärmt. Quasi Augenweiden. Kitschig gesagt. Was dachte sich unser Heilige-Anna-Schnitzer? Wie lange hat er nach einem geeigneten Stück Holz gesucht? Wie oft hat er es gemustert, bevor er den ersten Schnitt gesetzt hat? Hat er mit seinem Stück Holz gesprochen? Quasi eine enge persönliche Beziehung aufgebaut? Hin und her überlegt hat er. Die Anna vorher im Geist fertiggestellt, oder einfach drauflos geschnitzt, sich von seiner Intuition und der Maserung des Holzes leiten lassend?  Welcher Moment war jener, an dem er beschloss, die Anna ist fertig, finito, per…fect?! Kein weiterer Schnitt mehr! Wie oft war er im sogenannten „Flow“? Hat er während seines Schaffens vielleicht Gebete gesprochen, seine Anna mit diesen gesegnet, imprägniert, Leben eingehaucht? Welche heute noch in homöopathischen Dosen auf die Betrachter wirken? Weil irgendwie fühlt es sich angenehm an, diese schöne Anna mit meinen Blicken zu streicheln. Und auch sie streichelt  zurück. Mit ihrer bloßen Anwesenheit. Wir alle sind ein bisschen Holz. Welches Holz bist du?  Hartes? Weiches? Mondholz? Wer hat uns geschnitzt? Okay, Mama und Papa haben auf der Werkbank gehobelt, aber das ist eine andere Geschichte! Welche Messer haben dich herausgeschnitzt aus dem Stück Holz, das du bist? Waren es jene „Schnitzer“ alias Fehler, die dich zu dem machen, der du heute nun mal bist? An Fehlern reift man bekanntlich am meisten. Trotzdem haben wir alle große Angst davor, welche zu machen! Interessante Tatsache! Erni Mangold, österreichische Schauspielgröße und ein „gerader Michl“ vulgo direkter Mensch, der alles ohne Umschweife heraussagt und in diesen Tagen 90 wird, sagt rückblickend auf ihr bisheriges Leben: „Ich habe alle meine Fehler gerne gemacht!“ Schnitzt du noch an dir, oder hast du schon aufgehört und bohrst nunmehr vor Langeweile in deiner Nase? Schnitzereien werden mit dem Alter ja wertvoller und sie bekommen eine wunderschöne Patina. Die Fältchen verlangen Geduld und viel Feingefühl. Und ein sehr scharfes Schnitzzeug. Wäre es nicht schön, wenn wir an jedem Tag, an dem wir  wenig älter werden dürfen, auch schöner würden? Ein schönerer Mensch? Liebevoller, gelassener und einfach gehaltvoller! Auch wenn ab und an schon irgendwo der „Wurm“ drinnen ist! Bis zum letzten Atemzug möchte ich an mir schnitzen. Erst nach diesem bin ich  vermutlich irgendwie ein bisschen fertig, also perfekt und dings…

 

Never Ever ein No Go

 

„1984“, eh wissen, Orwell seins,

Super Thoughts, mindestens eine römische Eins,

Top aktuell, also kein alter Zopf,

Unterscheide die Geister, gebrauche deinen Kopf!

Wasserstoffblonder Donald im fernen Amerika,

Spricht mit großem Trara-Trara,

Never ever lass ich euch im Stich,

Schließlich bin ich ja ich!

 

Weil Amerika ab heute first,

Also immer und überall zuerst,

Auf Mexiko bin ich sowieso sauer,

Daher bau ich die lange Mauer!

 

Wie einstmals die schlauen Chinesen,

Die Gegenseite zahlt eh die Spesen,

So tönt es tagein und tagaus,

Ach, was für eine Ohrengraus!

 

Die ganze Welt ist aus dem Häuschen,

Ein Elefant wird aus dem Mäuschen,

Alle schreien: „Oh Gott, Oh Gott!“

Erhalt mir mein „heiles“ Weltbild, aber flott!

 

Da gibt es jene, die dir immer sagen,

Was du in all deinen Lebenstagen,

Zu denken und zu machen hast,

Dass du brav ins Ganze passt.

 

Ein „No Go!“ da, ein „No Go!“ dort,

Bloß nie ein falsches Wort,

Denn die Gedanken-Guckguck-Polizei,

Eilt erbarmungslos und rasch herbei.

 

Schalte ab dein Phone und ein dein Hirn,

Hast nix zu verlieren, mal ausprobieren!

Denke selbst und Free Your Mind,

lass alte Muster und dings quasi behind!

 

Wirf auferlegte Denkverbote hinter dich,

Die sind zudem nur hinderlich,

Probleme zu benennen und zu lösen,

Steh endlich auf, hör auf zu dösen!

 

Leben wird so nicht unbedingt leichter,

Du aber wirst mitfühlender, somit never seichter,

Zudem aktiver und auch viel wacher,

Kein Abwarter, sondern eher ein Macher.

 

Ich bin kein Fan von diesem Herrn TrUmp,

Doch es kommt sowieso wie es kUmmt,

Mehr Gelassenheit täte uns allen gut,

Weniger Panikmache! Bitte mehr Mut!

 

Denn die Welt nimmt weiter ihren Lauf,

Auch wenn ich mir die Haare rauf,

Und mich suhle in meiner Bürgerwut,

Keep smiling! Am Ende wird  alles gut!

 

 

 

Freundschafts-Crashtest

 

Wirklich reich ist ja angeblich derjenige, der wahre und gute Freunde hat. Weil ein Feind tausendmal besser ist als ein falscher Freund. Frage nicht. Mit der Freundschaft ist es so eine Sache. Schönwetter-Bussi-Bussi-Freunde gibt es ja zu Hauf. Quasi zum Schweine füttern. Schlechtwetter-Gefährten hingegen sind so selten, dass man sie eigentlich unter Naturschutz stellen sollte. Was ist ein echter Freund? Das wollte ich ganz genau wissen und habe rund sechs Wochen lang ein Selbst-Experiment gemacht. Eine Freundschaftsinventur. Geht relativ einfach. Ich habe aufgehört, mich bei meinen Freundschaften zu melden. Ich bin sonst nämlich einer von der Sorte, der meistens und gerne den ersten Schritt auf andere zugeht. Fragt, sich erkundigt, zuhört und das ganze übrige Programm. Das macht unter anderem quasi das Seelsorge-Gen oder -Komplex und dings tief in mir drinnen. Weiß der Himmel. Diesen komischen Vogel habe ich mal auf Eis gelegt und abgewartet, was sich so tut. Nein, eigentlich nicht gewartet, sondern total losgelassen. Auf coole Wurstigkeit gedreht. Wie es kommt, so kommt es und aus Maus! Wer meldet sich? Fragt jemand nach, wie es geht oder steht und so weiter halt. Eine interessante Reise ins Innere von Freundschaft tat sich auf. Sechs außergewöhnliche Wochen. Denn plötzlich haben sich auch Menschen gemeldet, von denen du vorher schon lange keinen Pips mehr gehört hast. Wo du geglaubt hast, dieser Kontakt ist schon lange Geschichte. Andererseits haben Freundschaften, die man regelmäßig gepflegt hat, an Wirkung abgenommen. Andere haben sich gewandelt, haben an Qualität gewonnen. Einige haben auch Qualität und Quantität eingebüßt. Manchmal bewirkt eine Ruhezeit eine Freundschafts-Metamorphose. Einige fallen möglicherweise für immer weg, was kein Grund für einen Memmen-Anfall sein muss. Persönliche Entwicklungen verlangen oft Abschiede, auf beiden Seiten. So bekommen auch neue Freundschaften Platz. Ungesunde Beziehungen veröden und fallen ab. Wobei man durchaus dankbar auf vergangene Freundschaften zurückschauen darf. Und nicht nach der Art: dieser Arsch meldet sich auch nicht mehr, deshalb leck mich an meinem verlängerten Rücken! Ich  halte aber gar nix  von der Einstellung, dass man Freunde, die einem nicht nur gut tun, die quasi „ungute Energie“ in dein Leben bringen, von vornherein  in die Wüste schickt, ihnen Hilfe verwehrt, um sein eigenes „Chi“  oder weiß der Kuckuck sonst was nicht zu gefährden. Das ist einfach nur Ego-Humbug. Solche Zeitgenossen sind mir nur suspekt. Freundschaften müssen auch einiges aushalten, wollen sie ernst genommen werden. Aber ab und an: „Brüderlein fein, Brüderlein fein (und auch Schwesterlein fein), muss zart geschieden sein…“, ziemlich frei nach Ferdinand Raimund, einem meiner Lieblingstheaterschreibern. So ist das Leben wohl allgemein gestrickt. Was du heute noch fest im Griff glaubtest, kann morgen schon wie eine glitschige Seife aus deiner Hand flutschen. Auf der anderen Seite kann heute etwas Wundersames in dein Leben treten, wovon du gestern noch geträumt hast: Und wenn du nur einen einzigen wahren Freund in deinem Leben hast, dann bist du ein echtes Sonntagskind! Kümmere dich auch regelmäßig darum!

 

Fassaden-Maler

 

Alles ist Fassade! Fassaden über Fassaden. Wir Menschen sind Fassade. Quasi: ich fassade, also bin ich! Schließlich wohnen wir alle – sofern nicht obdachlos – hinter vielgestaltigen Fassaden. Hinter gemauerten und steinernen Fassaden. Nicht selten mit versteinerten Mienen. Einer haust hinter modernen Fassadenfronten, die nicht selten die Geschmäcker der Betrachter erregen und die Gemüter in Wallungen bringen. Manch einer residiert hinter historischen und denkmalgeschützten Fassaden und atmet Geschichte. Altehrwürdige Fassaden gibt es  ja auch noch, wie Klöster, Stifte und dergleichen. Frage nicht. Graue Fassaden, bunte Fassaden, verrückte Fassaden, künstlerisch wertvolle Fassaden, wie jene von Friedensreich Hundertwasser. Wir wohnen nicht nur, wir alle leben hinter Fassaden. Wir sind fleischgewordene  Fassaden. Eine Fassade unter vielen. Wir existieren als Fassaden. Jeder gestaltet sich seine Fassade. Selten aus freien Stücken. Meistens lässt man sich eine Fassade einreden. So musst du deine Fassade gestalten! Dann hast du Erfolg und Freunde und Geld und die große Liebe und weiß der Kuckuck was nicht noch alles! Es gibt tausende Berufe, die sich deiner optimalen Fassadengestaltung verschrieben haben. Friseure, Beauty-Tempel, Mucki-Buden und dings für die Gestaltung deiner Außenfassade. Bei etlichen Fassaden jedoch muss man sehr viel spachteln und  streichen und so, frage nicht. Mode-Gurus predigen saisonal die neuesten Stoff-Fassaden vom blauen Himmel herunter. Du lieber Karl! Fassaden-Seminare gibt es wie Sand in den heimischen Mischmaschinen: Wie verkauft man seine eigene Fassade? Wie wird man zu einer erfolgreichen Fassade? Der sichere Weg zur millionenschweren Fassade. Fassaden-Flirt-Kurse: Wie reiße ich mir garantiert eine sexy Fassade auf? Wie werde ich selbst eine solche Fassade? In solchen Fassaden-Workshops lernen Fassaden, wie man sich eine selbstsichere und schlagfertige Fassade anmalt, um fassadisch gut beim anderen Geschlecht zu landen. Mein lieber Schwan. Oder auch beim eigenen Geschlecht, natürlich  - soweit ein kleiner Beitrag für die tolerante Fassade. Poltische Fassaden wollen dich einlullen, dass sie die bessere Wahl in Sachen Fassaden-Sanierungen sind, weil dann alles besser bleibt oder wird oder so – hinter der frisch aufgepeppten gesellschaftlichen Fassade. Von Religions- Fassaden will ich erst gar nicht anfangen. Haben Sie auch genug von Fassaden? Von faden Fassaden obendrein? Mögen Sie Ihre Fassade? Authentisch sein, wie sich das wohl anfühlen mag? Den Mörtel abklopfen und ungeschminkt leben? Einmal erfahren, welcher Wer  sich hinter der Fassade verbirgt. Vor lauter Fassaden kann man keine Menschen mehr erkennen. Man sollte es Friedrich Nietzsche gleicht tun, der – so wird erzählt – bei Tag mit einer Laterne durch die Straßen zog und folgendes in seinen Bart murmelte: „Ich suche Menschen!“ Wenn ich in meinen Spiegel schaue, dann sehe ich mittlerweile sehr viel Fassade. Zu viel für meinen Geschmack. Und: Immer mehr Fältchen. Leider. Da wo vorher nix war. Da hilft auch keine Nivea und dings mehr. Unaufhaltsam kommt das Echte zum Vorschein. Die gefürchtete und heißverachtete Wahrheit: Vergänglichkeit. Alter Schwede! Viele Fassaden beginnen zu bröckeln. Die Fassade des von Jedem-Gemocht-Werden-Wollens – meine Güte, nach so langer Zeit immer noch da! Die Fassade der Harmo-nie. Dieses Luder! Die verschiedenen Wetterlagen des Lebens setzen den Fassaden ziemlich zu. Unfreiwillig muss man die eine oder andere Fassade aufgeben. Tut  natürlich weh. Ach, diese Fassaden! Wenn schon nicht authentisch gelebt, so doch ohne Fassade gestorben…Na ja, ein fassadenfreies Leben davor wäre wohl auch nicht von der Hand zu weisen – irgendwie. ???

 

Ab…Rechnung

 

In Mathematik, in der sogenannten höheren, war ich nie eine große Leuchte. Quasi Armleuchter. Wer braucht schon Mathe, habe ich mir damals gedacht. Doch mittlerweile ist sie mir zu einer Lieben geworden. Eine meiner Exerzitien-Meisterin. Frage nicht. Die Subtraktion, das Wegzählen ist das Meine. Das tue ich gerne. Weniger Freude macht das Wegzählen auf meinen Kontoauszügen. Ich kann mir nicht helfen, da ist mir das Addieren einfach sympathischer. Aber wem sage ich das! Subtrahieren tue ich bei Menschen, einschließlich bei mir. Um zu schauen, was am Ende des Tages unter dem Strich von einem übrig bleibt. Von dem bleibt, was du zu haben glaubst. Du zu sein scheinst. Dabei geht es ausnahmsweise einmal nicht um die Knete in deiner Brieftasche, sondern um die Knetmasse, aus der du gemacht bist. Persönlichkeits-Plastilin, quasi. Die Minus-Rechnung mache ich in regelmäßigen Abständen. Oder zu Jahresende, am Beginn eines neuen 365 Tagelaufes. Gutes Timing. Ich nehme mich also mal zur Seite und schaue in einen Spiegel. Was macht mich aus? Wer bin ich? Die alte von sämtlichen esoterischen und philosophischen Köpfen bis zum Nichtmehraushalten gestellte Frage! Dann fange ich mit der Kopfrechnung an. Oder sollte ich lieber die Bauchrechnung nehmen? Ich denke, also bin ich. Oder denke, bilde ich mir nur ein, der zu sein, der ich bin? Und einbilden tut man sich ja einiges. Auf sich. Wir sind halt Schnösel, allesamt. Dann beginnst du zu rechnen: Der da vor dem Spiegel minus … kleines mitunter stolzes und aufgeplustertes Ego, Geld wie Heu, Auto, Haus, sonstiger Krimskrams, gut im Bett, Titel, Studien, mögliche vornehme Geburt, passabel eingeheiratet, Image, das du dir jahrelang aufgebaut hast, einflussreiche Freunde … Ego – Was = Echtes Ich. Ein Wer bleibt übrig. Sollte zumindest übrig sein. Dein Wie rückt in den Mittelpunkt. Aber Vorsicht! Das Resultat dieser Rechnung kann mitunter brutal sein, so wie ein nasser Fetzen mitten ins Gesicht geschleudert. Möglicherweise stehst du da wie ein nasser Pudel vor den Scherben einer unecht geführten Existenz. Schei..benkleister! Wer bleibt übrig, wenn du all den Tand verlierst? Dich hinter nix mehr verstecken kannst?! Und wie ist dieser Wer beschaffen? So rein charakterlich und dings. Das interessiert mich brennend. Hilft auch toll beim Umgang mit respekteinflößenden Autoritäten. Subtrahiere und du sprichst  mit ihm von Mensch zu Mensch. Wir Menschen müssen immer was werden, damit wir etwas sind. Ein Baum ist ein Baum. Warum kann ein Mensch nicht nur mal ein Mensch sein? So als erstes. Sofort die Frage nach dem, was du aus dir gemacht hast. Aber was gemacht? Und warum? Um gut dazustehen vor den anderen? Damit Mami und Papi stolz auf dich sind? Auch wenn du bereits 50+. Um geliebt, respektiert oder ein toller Hecht zu sein? Oder um seiner „Berufung“ im Leben zu folgen, seine Talente zu entfalten, sich zu ent…wickeln, sich heraus wickeln aus falschen, aufgezwungenen oder eingeredeten Vorstellungen? Das Leben würfelt gerne. Oder sitzt gar Gott persönlich am Spieltisch? Mit einem Pokerface? So manch einer kann seine Träume nicht verwirklichen. Ich weiß, das hören die Propheten des zwanghaften positive-thinking nicht so gerne. Setze ich mich halt ins Wespennest. Eh viel zu selten! Dazu brauche ich noch eine Spur mehr Eier in der Hose. Aber das wird schon noch. Viele haben gar nicht die Chance, ihre Talente zu kultivieren. Weil zu wenig Möglichkeit der Förderung vorhanden. Weil einfach zu wenig Kohle – beispielsweise. So mancher Obdachlose wäre vermutlich ein besserer Chefarzt oder Uniprofessor geworden als jener, der an ihm achtlos oder gar verächtlich vorbei stolziert. Frage nicht. Wären – wieder diese unsympathische Wahrscheinlichkeitsform – die Karten anders gemischt worden, dann... Ja, dann. Wenn das Wenn nicht wär… Deshalb, wer du auch bist da draußen und das liest und möglicherweise mehr  besitzt als du brauchst oder in einem Leben je ausgeben kannst: Bitte gib dem was, der es brauchen kann. Mach die Augen und dein Herz auf, schau dich um, wo du helfen kannst. Lange brauchst du eh nicht zu suchen! Werde zum Förderer, zum Mentor, zur Mentorin eines anderen! Das wäre doch ein schönes Was, wenn du schon großen Wert darauf legst, was zu sein. Subtrahiere von dir deine Bequemlichkeit, deinen Stolz, deinen Egoismus und alles, was dich sonst noch daran hindert, einfühlsam zu sein!

 

Salz in der Suppe

 

Suppe ist fein. Fürs Bäuchlein und  für dein Gemüt. Ich bin seit Anbeginn meiner Tage ein absoluter Suppen-Fan. Und seit Jahren ein leidenschaftlicher Suppenkoch. Suppenkaspar, der arme Depp und hoffnungslose Suppenverweigerer und dings, kapiert gar nicht, was er alles versäumt. Frage nicht. Die Suppe auch sup(p)er, um Lebensumstände zu umschreiben. Quasi Buchstabensuppe. Die Suppe auslöffeln, die man sich selbst eingebrockt hat, verheißt stets wenig Gutes. Jemandem in die Suppe spucken, was muss man da wohl für ein übles Subjekt sein! Sprich Arschgesicht! Eigenbrötler köcheln stets ihr eigenes Süppchen. Verliebte versalzen ihre angeblich permanent. Apropos Salz. Werde selber öfters mal das Salz in der Suppe! Das schmackhafte und besondere Etwas – Gott erhalt´s, unser Salz – ohne das vieles im Leben nach gar nix schmeckt, quasi eine fade Suppe ist. Ungenießbar. Sei du einfach diese wohlschmeckende Prise Salz. Sei der mitfühlende Zeitgenosse, dem die Nöte und beißende Armut des Nachbarn nicht kalt lassen, in einer zunehmend egomanisch und egozentrisch werdenden Welt. Wo fast jeder danach trachtet, sich zum Mittelpunkt des Universums zu erklären. Seine eigene Marke zu sein. Präsentation und dings statt echter Präsenz. Sei ein wahrer Freund, anstatt nur berechnender Netzwerker. In Tagen von Plastik-Beziehungen immer kostbarer und edler. Plastik-Beziehungen: So wie man eine Plastikuhr einfach wegschmeißt, wenn sie kaputt oder nicht mehr modern ist oder dir nicht mehr gefällt, so „schmeißt“ man auch Menschen weg, die einem nix mehr bringen. Wirf etwas Positives in Gespräche ein, wo es wieder mal darum geht, über einen anderen einfach nur blöd herzuziehen. Geh ab und zu einen schmalen Weg, nicht den breit ausgetretenen. Denke wieder mal gegen den Zeitgeist. So wie du es früher mal getan hast. Vergiss öfters die dir eingeredete politische Überkorrektheit, wenn du spürst, das geht früher oder später sowieso in die Hose. Nur weil viele etwas sagen und denken und tun, muss es noch lange nicht richtig und schon gar nicht gut sein. Lasse von Dingen und Situationen, die dich nur mehr belasten oder ankotzen. Die dich unglücklich machen und dir dein Leben nur mehr als Last empfinden lassen. Quasi lästig sind. Wenn es so ist, dann bist du mit dem Loslassen vermutlich schon viel zu spät dran. Und zu schwach ist es obendrein. Dann hilft nur mehr eine extreme Radikalkur. Und jetzt verlasse ich mal meine political correctness und sage, was ich denke. Auch wenn du vielleicht enttäuscht sein wirst. Aber ist mal dein Ruf ruiniert, dann lebt´s sich ungeniert!  Wenn dich etwas total nervt, dann pfeif und vor allem – scheiss drauf!  Weil bester Dünger unter der Sonne! Frage nicht.  Belastender Lebensumstand anvisiert und ab! Volles Rohr! Derart perfekt „gedüngt“ kann neues Leben sprießen. In dir, mit dir und um dich herum!

 

Santa Graus, das Christkind ist weg!

 

Ein etwas betagter Geistlicher aus meiner heimatlichen Alpen-Republik hat vor nicht allzu langer Zeit für eine wahre Berufungswelle gesorgt. Für eine Selbstberufungswelle. Etliche haben sich selbst als Moral-Apostel eingesetzt. „Es gibt kein Christkind!“, so genannter Hochwürden in einer Volksschulklasse. Proteste soweit das medienmüde Augen reicht. Vom Kirchenchorleiter bis hinauf zum Kardinal. Vom Elternverein bis zum Kameradschaftsbund. Aber liegt Herr Pfarrer denn so daneben? Seit Jahrzehnten zieht der Weihnachtmann – aufgeputscht durch ein koffeinhaltiges Sprudelwasser, vielleicht ist die Weihnacht deshalb so aufgedreht? – durch ganz Europa. Kaufen kann man Weihnachten schon Ende Oktober oder noch früher. Wenn ich das Christkind wäre, dann würde ich freiwillig Reißaus nehmen! Stinkefinger inklusive! Frage nicht. Christkindlicher Weihnachtsfriede: Was ist das schnell noch mal? Schau doch, wie es zwischen Menschen zugeht! Und am 24. Dezember in vielen besinnlichen Haushalten! Wie viele sitzen da am überfrachteten Weihnachtstisch und haben sich schon lange nichts mehr zu sagen. So von Mensch zu Mensch halt. Etwas Echtes und Schönes und Liebes. Wie „Der kleine Lord“ zu seiner Mutti oder seinem sturen Lord-Opi. Halbherzige Geschenke gehen vor einem netten Miteinander. Haben statt Sein – wie halt überall! Wer nix hat, nix geben kann und auch niemanden hat, der fühlt sich in dieser künstlichen und hohlen Weihnachts-Harmonie-Blase doppelt mies. Und traurig sowieso. Unfrohe Wein-achten! Nicht wenige verzweifeln und zerbrechen sogar an diesem Tag. In dieser Nacht. Was ja total absurd ist. Und irgendwie pervers. Weil ja Weihnachten gerade das Gegenteil möchte. Licht und Leben und Funkeln in den Augen. Was ist aus Weihnachten geworden? Was haben wir daraus gemacht? Stress. Laufen von Shopping zu Shopping, so rasant, dass du achtlos an der Krippe vorbei huschst. Du das Christkind übersiehst, das dich anschauen möchte mit seinen kindlichen Augen und dich an dein Kind in dir erinnern möchte. Das noch staunen konnte über so simple Sachen wie die ersten Schneeflocken oder über den betörend guten Duft von Tannenzweigen im Haus. Und dann der Nervenkitzel beim heimlichen Abschneiden des Christbaumes im Klosterwald. Mein lieber Schwan. Kommt der Förster oder nicht? Was könnten wir noch aus Weihnachten machen? Wenn wir nur ein wenig umdenken und umfühlen könnten? Diese Weihnachten vielleicht schon?  Zu rasch? Schon zu tief drinnen im Vorbereiten des Perfekten?

 

Konsum-Poesie

 

Letzten Sonntag heulte ein eisiger Nordwind lautstark um unsere Hausecke. Quasi Stubenhockerwetter. Wie schön, dass es solche Ausreden gibt! Schließlich erwachte die Langeweile in mir, und was tut man, wenn das passiert? Richtig, man schlägt sie tot – die Langeweile. Schließlich musst du ja immer etwas tun, das sagt doch jeder, sonst kommst du dir am Ende noch überflüssig vor. Und wenn das alle so machen, dann wird es wohl richtig sein. So suchte ich Zuflucht in meiner Stube und in den wärmenden Gefilden der Konsumlektüre. Sprich: Katalog blättern. Ein Ding von „Manufactum“ – ein echter Nobelhobel unter den illustrierten Konsumguides. Factum ist jedenfalls, dass ich mir ob der gepfefferten Preise so gut wie nichts bestellen kann. Aber bitte, Träume wird man ja noch haben dürfen! Eventuell das originale „Schweizer Pitralon“ ginge sich aus, das riecht angeblich verflixt gut, also in Sachen Geruchsbelästigung keineswegs Iltis-Alarm! Als meine Blicke staunend und begehrlich über die Bilder wanderten und ich dabei die Artikelbeschreibungen las, da hatte ich so mir nichts dir nichts ein Aha-Erlebnis. Wow, die Leute von Manufactum wollen dich nicht nur einlullen wie viele andere das machen, damit du dein Hirn ausschaltest und drauflos bestellst. Nein, dieser Katalog von „Manufactum“ redet mit dir, nein vornehmer natürlich, er führt quasi eine Konversation. Wenn schon, denn schon. Und nach dieser bist du auch gebildeter als zuvor. Sachen werden nicht bloß angepriesen, so bekommst du beispielsweise historisches Wissen vermittelt: Eine Kopie von „Goethes Wetterglas“ steht da zum Kauf. Ich wusste nicht einmal, dass es so etwas gibt. „Goethe besaß eines, es hat 200 Jahre überdauert und ist funktionstüchtig im Haus am Weimarer Frauenplan zu besichtigen…“ Hätten Sie das gewusst? Quasi historische Exkursion frei Haus. Zudem ist die Lektüre dieses Katalogs ein literarischer Leckerbissen. Eine willkommene und angenehme Abwechslung zu F…. und Sch… in jedem zweiten Satz aus TV und  diversen Protestrapper-Songs. Oder zu: „Ähh Mann ähh, ich weiß wo dein Auto wohnt!“ Nein, Sätze voller Achtsamkeit, Wertschätzung gegenüber dem Angepriesenen, quasi eine Liebeserklärung an die Dinge, damit auch der, der diese Sachen kauft, sie nicht nur nutzt, benutzt, sondern diese inniglich in sein Herz schließt. Seite für Seite Schönes: Eine verchromte Espressomaschine mit analogem Kesseldruckmanometer. Ich sage nur: Deus ex oder besser in machina!  Eine rassig rote manuell zu bedienende Wurstschneidemaschine mit Schwungrad – pure Mechanik. Eine WC-Bürste, die so schön ist, dass man sie lieber in eine Glasvitrine stellen möchte, als damit seine Kloschüssel  zu schrubben. Rasierhobel mit Griff aus weißem Porzellan, wo du noch total männlich eigenhändig eine echte Rasierklinge einlegen darfst, der dazugehörige Rasierpinsel aus Dachshaar – ein Hit. Ein Tomahawk, der mein Herz als gelegentlichen Hobbywaldarbeiter höher schlagen lässt. Träume mich damit schon in die Wälder Kanadas, heimwärts in meine eingeschneite Blockhütte inmitten heilsamer Stille. Falls es in diesem Leben nicht mehr dazu kommt, dann: next life, better life! I hope so! Und Lederschuhe, die ihren Namen noch verdienen. Wäre ich eine Kuh, ich würde meine Haut freiwillig hingeben,  um so geschustert neu geboren zu werden. Du findest auch den einen oder anderen Begleiter fürs Leben. Manches wird dich überleben. Wie die Schweizer Armeedecke aus Schurwolle, darin kuscheln auch noch deine Ururenkel. Wie ich so vor mich hinblättere merke ich, dass es schön wäre, das eine oder andere zu haben, aber es macht mich nicht (mehr) traurig, wenn es nicht mehr so sein sollte. Ist es das langsame Älterwerden? Die Wandlung vom Haben zum Sein? Eine Art Gelassenheit? Nein, von der bin ich noch weit entfernt. Die Metamorphose vom gierigen Viel-osophen zum abgeklärten Philosophen? Viel hatte ich sowie noch nie. Wird wohl was anderes sein! Aber wozu für alles immer einen Namen, eine Schublade finden. Einfach sein lassen. Lassen und Sein.

 
 

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