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Die GLYX-Diät - Xunt, gesunde Ernährung, Abnehmen - mit Marion Grillparzer

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SINN-VOLLES FÜR UNS ALLTAGSPHILOSOPHEN

 

Michael Bauer war Mönch im Benediktinerkloster St. Paul, Kärnten. Seit vielen Jahren praktiziert er traditionelle christliche und asiatische Meditationsformen. Als begeisterter Läufer entwickelte er zudem eine einzigartige Verbindung zwischen Ausdauertraining und spiritueller Praxis, die er in seinem Buch "Die Seele läuft mit" (Integralverlag) und "Power für die Seele" (Südwest) veröffentlichte.
Er schreibt exklusiv für den Glyx-Letter.

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Alltags-Shaolin

 

Endlich steht  der Winter wieder auf der Matte! Eiszapfige Wonne-Augenblicke! Und das von mir, einem Kältesensiblen. Mach dir deine Feinde zu Freunden! Lerne von ihnen! Kämpfe nicht gegen den Ochsen, sondern spring auf ihn auf! Somit nutze ich den Winter für mein sogenanntes seelisches Vorankommen. Ich meditiere in ihm und mit ihm, um durch ihn zu mir zu finden. Im Freien. Am Puls der Kälte. Durch Kälte zu mehr Herzenswärme.

 
Übungsanleitung: Suche dir einen ruhigen Platz im Freien. Wenn es schön kalt ist. Am Balkon, auf deiner Terrasse. Ich bevorzuge das "Walden", also in den Wald gehen. Setze dich auf den Boden. Bei Bedarf nimm eine Sitzunterlage. Decke, Sitzauflage, Thermoauflage... Im "Schneidersitz", so gut es geht. Wenn das nix für dich ist, dann setze dich auf einen Stuhl oder im Wald: Suche dir einen etwas höheren Baumstumpf. Wenn dir das Sitzen überhaupt nicht behagt, dann bleibe einfach stehen. Ob sitzend oder stehend: Oberkörper aufrecht. Scanne deinen Body: Entspanne deinen Blick, dein Kinn, deinen Hals, deine Brust, deinen Bauch, deine Knie... Atme ruhig und ohne bestimmten Rhythmus durch deine Nase tief in deinen Bauch hinab. Lass deinen Atem wieder durch deine Nase weiter ziehen. Nun: Zieh dich aus! Bis auf deine Unterwäsche. Beginne mit deinem Oberkörper. Lass die nackte Kälte an deine nackte Haut! Gib dich der Kälte hin! Der Kälteschock verflacht deine sowieso schon sehr flache gestresste Alltagsatmung noch mehr. Konzentriere dich auf diese flache Atmung und lass sie allmählich bewusst tiefer und langsamer werden. Die Kälte holt dich in die Gegenwart. Für Grübeleien oder Trägheiten bleibt kein Platz mehr übrig. Endlich einmal! Die klare Winterluft klärt deine Gedanken. Nun kannst du dich weiter ausziehen. Lass die Kälte auch deine unteren Regionen liebkosen. Hartgesottene können sich auch der Unterwäsche entledigen! 5 Minunten Kältemeditation reichen als Anfang! Hab keine Angst, dass du dich verkühlst. Angst schwächt. Wir halten mehr aus, als was wir in der Regel so glauben. Denk daran: Wir nutzen maximal 15 % unseres geistigen Potenzials. Was glaubst du, was du alles schaffst und ertragen kannst. Das bisschen Kälte - ein Klax! Bei der Kältemeditation erfährst du, was es heißt: Dein Geist lenkt deinen Körper! So wirst du zum Alltags-Shaolin.
 
Als Kälte-Meditations-Begleit-Trunk eignet sich hervorragend: Heißer Kakao mit Chilli-Pulver. Einfach ein nicht entöltes Bio-Edelkakaopulver mit heißem Wasser aufgießen und eine mutige Messerpitze Bio-Chillipulver dazu. Fertig ist das "Getränk der Götter" – laut Mayas! Reinigt, wärmt und schmiert deine Nerven!

 

Schwätzchen mit deiner Asche

 

In meiner Ausbildung zum Berufs-Benediktiner-Mönch – derzeit lebe ich quasi als selbständiger Mönch – habe ich gelernt: „Memento mori!“ „Gedenke zu sterben!“ Denk an deinen Tod. Sterbememo. Klingt ein wenig komisch. Spooky! Fast so, als ob man nicht vergessen soll, einmal zu sterben. Da gibt’s nix. Das MementoMori (MM) ist ein guter Tipp. Wir alle haben nun mal ein Ablaufdatum. Da hilft kein Anti-Aging und dings. In Klöstern und alten Bauernhäusern sieht man sie heute noch. Die MMs. Meist kleine Statuen, die den Knochenmann vulgo Tod darstellen. Aufgestellt an Plätzen im Haus, wo du täglich vorbeigehst. Dieser Brauch ist voll meines. Deshalb habe ich mir auch ein MM zugelegt. Ich habe mir selber eines gemacht. Ein modernes und zeitgemäßes: Eine kleine Flasche mit Korkstoppel. Quasi (FL)Aschenpost. In der Flasche Asche. Holzasche. Ich schau mir mein MM täglich an. Ich meditiere regelmäßig damit. Wenn ich wieder mal Bammel oder Lampenfieber habe. Wenn ich etwas oder mich zu ernst nehme oder wenn ich Kleinigkeiten zu Elefanten mache, dann schaue ich auf mein MM. Das wird also einmal von mir übrigbleiben. Ein Häufchen Asche. Aschenstaub. Aus (Sternen)Staub bist du, zu Staub kehrst du zurück. Aschengesang. David Bowie. Ashes To Ashes. Alles nur Sch(w)all und Rauch! Namen, Status und dings… Übungsimpuls: Mach dir auch ein MM. Schau dir dann dein MM an, atme tief durch, komm zur Ruhe und denke daran, dass nix ewig dauert. Auch die schlimmen und hektischen Zeiten werden einmal zu Asche. Sie vergehen. Wie alles halt. Das MM fördert nicht  die Todessehnsucht! Im Gegenteil. Das MM führt dir die Einzigartigkeit deines Lebens vor Augen. Du hast dieses Leben geschenkt bekommen. Was machst du daraus? Was möchtest du daraus noch machen? Was erleben? Was sagen? Wem was sagen? Dein MM erinnert dich daran, dass du keine Sekunde deines Lebens achtlos verschleudern solltest. Dass dein Dasein keine Selbstverständlichkeit ist. Bewusster Umgang mit deinem Leben und deiner bemessenen Zeit. Lass deine Talente nicht ungeöffnet in der Kiste liegen. Schiebe nicht alles auf die lange Irgendwann-Mal-Bank! Dein AschenMM wird zu deinem MM. MutMacher. Tu es! Tu es ganz! Tu es jetzt! Später ist es vielleicht zu spät.

 

 

Schweigen als Beilage

 

Die Stimmung am Mittagstisch ist Teil einer gesunden Ernährung. Um der Tischgemeinschafts-Atmosphäre genauer auf den Zahn zu fühlen, rate ich zu einem Essen mit Schweigen als Beilage. In Klöstern gerne und oft praktiziert. Sehr angenehm. Du bist nicht gezwungen, ständig deinen Schlapfen offen zu haben alias zu reden. Auch kein ununterbrochenes Loch-in-den-Bauch-Ausfragen oder höflich und gezwungen zu langweiligen Anekdoten und schlechten Witzen zu lachen und dings. Versuch das mal. Mit deiner Familie. Mit Freunden. Trefft euch zu einem schweigenden Essen. Wenn Menschen sich nahe stehen, dann haben sie sich auch ohne Worte viel zum Sagen. Wenn nicht, dann helfen auch alle Worte nix mehr. Wobei Schweigen nicht gleich Schweigen. Hier eine kleine Auswahl von Schweige-Arten. Vielleicht kennst du ein paar davon. Womöglich praktizierst du ja einige dann und wann: Arrogantes Schweigen. Das strafende Schweigen. Das nach Beachtung gierende Schweigen. Das unwissende Schweigen. Das weise Schweigen. Das nach Hilfe rufende Schweigen. Das nach Weisheit suchende Schweigen. Das laute Schweigen. Das leise Schweigen. Das erleuchtete Schweigen. Das zerstörerische Schweigen. Das achtsame Schweigen. Das heilende Schweigen. Das schweigende Schweigen. Das vorwurfsvolle Schweigen… Nicht zu vergessen: Das Schweigen im Walde. Die 8Samkeit und das Schweigen und bewusste Hinhören und Hinschauen eröffnen dir viele neue Einsichten. In dein Leben. Ohne viel zu fragen oder zu suchen, bekommst du ohne Umschweife interessante Infos. Wenn du eine wichtige Entscheidung treffen musst, dann versuche einmal zu schweigen. Lass es in dir reifen. Plaudere nicht gleich alles raus. Denn damit lässt du den kreativen Druck aus deiner Seele. Das ist wie mit den Neujahrsvorsätzen. Dies und das werde ich im neuen Jahr sicher machen und noch viel mehr. Allen erzählt. Deinen Freunden und twitter und facebook und whats app… Und am vierten Jänner interessieren dich deine Vorhaben einen feuchten Sonstwas. Alles verpufft. Weil du zu früh aufgestanden bist und deine Eier nicht ausgebrütet hast. Selbst über ungelegte hast du lautstark gegackert. Das Schweigen baut dir das warme Nest und verhilft dir zum nötigen Sitzfleisch. Zum Ausbrüten.

 

Spiegelverkehrt

 

Spieglein, Spieglein an der Wand… in den Handtaschen, Frisiersalons, Umkleidekabinen automobilen Sonnenblenden dieser Welt…sitzt alles, flutscht alles? Passt mein Ausschauen um Himmels Willen und Wollen zum Zeitgeist dazu? Bin ich hoffentlich nicht so ein Zeitgeisterfahrer und düse gegen den Strom und gehör nicht mehr dazu? Furchtbarer Gedanke! Husch, weg, weg! Sitzt die Frisur? Bin ich picobello geleckt und perfekt? Bin ich schön? Meine Güte, was bin ich schön! Narziss und Narziss. Goldmund verpiss dich! Spiegelkabinett der Eitelkeiten. Jeder sieht sich so, wie es ihm am besten gefällt. Spiegelillusionen. Dabei ist Spiegel ehrlich. Und brutal. Brutal ehrlich. Wenn du den Mut hast, dir lange darin in deine Augen zu schauen. Von Spiegel zu Spiegel. Weil Augen ja auch Spiegel. Deiner Seele, oder wie man dazu sagt. Spiegelmeditation. Warum nicht!? Leute sagen, heute alles Meditation. Das Lesen, Kochen, Bügeln, Unkrautzupfen…Komisch. Trotzdem stehen wir alle neben uns. Sind außer uns. Da läuft was verkehrt. Deshalb schau die Welt im Spiegel an. Spiegelverkehrt. Schau dich an. Steh einmal 10, 15 Minuten mit dir vor einem Spiegel und schau dir in die Augen. Du wirst staunen, was da abgeht! Fast unheimlich! Beachte dich wenigstens selbst einmal, wenn schon andere achtlos und anonym an dir vorübergehen oder dich nur als funktionierendes Ding anschauen oder dich als Konsumtrottel ausnutzen und missbrauchen. Der da im Spiegel wird dir Fragen stellen. Mit dir reden. Zum Teil unangenehme Tatsachen ansprechen. Dir einen Spiegel vorhalten. Da brauchst du Mut! Quasi Spiegel-Eier. Spiegel haben mich schon immer in ihren Bann gezogen. Als Kind hatte ich einen alten viereckigen Spiegel, mit dem ich oft gespielt habe. Habe ihn auch mit nach draußen genommen und mir die Welt durch diesen Spiegel angeschaut. Die Welt im Spiegel. Die war so ganz anders. Viel schöner. Reizvoller. Geheimnisvoller. Oft wäre ich gerne in diese Spiegelwelt gestiegen. Alice-Im-Wunder-Land-Sehnsucht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Welt im Spiegel die weitaus bessere ist. Dass alles, was gut ist, gut bleibt, aber das Schlechte, die Bösartigkeiten, die Kriege, der Hunger, der Terror, die Ausbeutung der Natur, die Vergewaltigung unseres Klimas und Planeten sich spiegelverkehren. Somit geheilt und gesund werden. Dass die Spiegelmenschen wirklich menschlich sind. Voll von Liebe und Mitgefühl. Vielleicht schauen wir deshalb so gerne in den Spiegel. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil Seele ein unbewusstes Sehnen nach dieser Spiegelwelt verspürt? Mann, wie gerne würde ich heute noch hinter meinen Spiegel steigen! Und nichts und niemanden vermissen.  

 

Henris Welt

 

Vor ein paar Wochen kam Henri. In diese Welt. Viel früher als allgemein erwartet. Henri war ungeduldig und wollte nicht länger warten. Auf das Leben da draußen. Draußen, außerhalb von Mamas Bauch. Mal nachschauen, wie es da so ausschaut. Wer aller auf ihn wartet. Wie die Typen dort so drauf sind und wie sich Auf-der-Welt-Sein anfühlt. Das Gestreichelt-Werden. Das Lieb-Haben. Und die übrigen Schnullereien. Natürlich Mama und Papa auch kurz mal abchecken. Alles paletti! Papa ist übrigens mein Bruder Markus. Martina seine Mami. Henri ist gespannt, wie der Hase so läuft. Deshalb wagt er den für alle überraschenden Kopfüber-Sprung ins nackte Leben. Henri ist ein mutiger Bursche. Der hat wahrlich Mumm in seinen XS-Pampers. Frage nicht. Seit seinem ersten Atemzug. Da kannst du dir ein Stückchen abschneiden. Henri hat keine Angst vor dem Leben. Er ist neugierig darauf und hungrig danach. Wie viele können das von sich behaupten? Tatendrang statt DATENdrang und sinnloses AppHängen. Henri ist kein Abwarter, daher sein Frühstart. Der frühe Vogel fängt den Wurm, wird er sich gedacht haben, das kleine „Würmchen“. Zeit ist kostbar. Wer weiß, was Henri noch so vor hat? Was er tun möchte? Was er erleben möchte?  Was er jetzt wohl so ausbrütet in seinem Brutkasten!? Auf Henri warten all die Wunder des Ersten- Mals: Seine erste Geburtstagstorte. Seine ersten Schritte ganz alleine. Seine ersten Jeans. Sein erstes Wort: „Auto“ -  vielleicht. Sein erster Haarschnitt. Sein erstes Fahrrad mit Stützrädern. Sein erster Lieblingssong. Sein erstes Wiener Schnitzel mit Pommes und Ketchup. Sein erster bester Freund. Seine erstes Verliebt-Sein…Kinder sind Bücher, in die man schreiben und aus denen man lesen soll, hat ein gescheiter Mensch einmal gesagt. Obwohl ich Henri noch nie persönlich begegnet bin, durfte ich schon einige Zeilen aus ihm lesen. Quasi telepathisch. Über das Neu-Gierig-Sein auf das Leben. Das habe ich schon längst vergessen. An das denken wir  „Erwachsenen“ allesamt nicht mehr, weil wir alles als normale Selbstverständlichkeiten hinnehmen. Oder als fucking Routine. Die Wunder der Ersten-Male. Wo sind sie hin? Jetzt tu ich öfters mal so, als würde ich etwas das erste Mal machen. Oder erleben oder sehen. „Stinknormales“ und „Totlangweiliges“ mit dem Zauberstab des Ersten-Mals berühren. Hokuspokus Simsalabim! Und Staunen. In der Früh aufwachen, als ob du das erste Mal aufwachen würdest. Atmen, als ob es dein erster Atemzug wäre. Gehen, als ob das dein erster Schritt wäre. Küssen, als ob es dein erster Kuss wäre…Reden, Essen, Lesen, Schreiben, Weinen, Pinkeln, Lachen, Furzen ….alles kannst du wieder zu deinem  Ersten-Mal machen. Da sag noch einmal, dass dir fad ist! Dann tu halt so, als ob dir das erste Mal fad ist.         

 

Ich, Bücherwurm

 

Hiermit oute ich mich! Ich heiße Michael Bauer und ich bin bibliophil! Und ich stehe dazu und lebe es voll aus! Ich stehe auf Bücher. Meistens sitze ich vor ihnen. Vor den echten. Die den Namen Buch noch verdienen. Die aus Papier und nicht diese  E-Books. Ieeeh -  wie das schon klingt! So künstlich. Ohne Seele und dings. Eben nicht meines. Ich mag diese vollblättrigen Schönheiten voller schöner Worte. Ich will sie berühren können, sie öffnen dürfen, über ihre Rücken streicheln und sie riechen und zwischen meinen Fingern spüren. Sie entBlättern. Je mehr, desto besser. Deshalb treibe ich mich so oft als möglich in ihren Freudenhäusern herum. Weil gottlob. Käuflich sind sie alle. Die Bücher. Buchhandlungen sind wirklich Häuser der Freude. Ich freue mich jedes Mal, wenn es wieder so weit ist und ich zum Schmökern und Kaufen wieder eines betrete. Bücher sind Freunde, Zuhörer, Lehrer, Wurmlöcher in die Vergangenheit und in die Zukunft. Bücher sind die Katzen unter den Info-Medien. Frage nicht. Allein ihre leibhaftige Anwesenheit im Raum sorgt für Behaglichkeit. Super (Lese)Stoff zum Runterkommen. Deshalb Bibliotheken auch Orte der Ruhe und Besinnung. Jedes Kloster legt größten Wert auf eine schöne und gut bestückte Bibliothek. Bibliotheken sind neben den Kirchen die  kunstvollsten Räume in allen Stiften. Mal nachschauen! Ich lese auch gerne zwischen den Zeilen. Und abseits der Zeilen. Also abseits des eigentlichen Inhalts: Erscheinungsjahr, Verlag, Erscheinungsort….Und welche Auflage es ist. Welche Auflage von mir bin ich jetzt gerade? Weil in den Büchern liest du oft: 4. überarbeite Auflage und so. Die wievielte Auflage von mir bin ich? Bücher überarbeitet man, wenn es zum jeweiligen Thema neue Erkenntnisse gibt, die rein gehören. Oder sie werden sprachlich ein wenig entstaubt, optisch modernisiert, stilistisch renoviert und so weiter. Der ursprüngliche Inhalt bleibt ja. Der ist ja nicht schlechter geworden. So stelle ich mir das auch bei uns vor. Nicht alles bei dir, bei mir, braucht man überarbeiten. Aber gewisse Dinge vielleicht schon. Vieles überarbeitet sich von selbst, ohne dass du was dafür tun musst. Nicht nur das äußerliche Erscheinungsbild überarbeitet sich selbsttätig. Wie ein Buch, bekommst auch du im Laufe der Zeit eine edle Patina. Hier und da auch ein paar Eselsohren und Fältchen. Das Haupt wird weiß und  man selbst hoffentlich einig wenig weiser. Auch willentlich kannst du deine Originalausgabe leicht überarbeiten. Logisch. Aber überarbeite dich nicht beim Überarbeiten! Schritt für Schritt. Im Grunde gibt’s eh nix zum Meckern bei dir! Da und dort ein wenig halt. So im Charakterkapitel vielleicht. Ein paar Sachen streichen. Wie Hass, Rachsucht, Neid, Ungeduld, Jähzorn, Eifersucht…Sicher fällt dir noch was ein. So kommen bis zum letzten Kapitel deines Lebens einige überarbeite Ausgaben von dir zusammen. Mein lieber Freund. Hoffentlich darf ich mich noch oft überarbeiten. In diesem Sinne: Michael Bauer, 12. oder 13. überarbeitete Ausgabe. Käuflich bin ich aber… ein wenig halt!

 

Weniger ist mehr

 

Mein Leben passt in drei Koffer und vier Bananenkartons. Und ich in eine kleine Urne. Irgendwann mal. So viel bleibt von einem ganzen Leben!? Na servus! Reduktion auf das Wesentliche halt. Beim älter und – hoffentlich -  reifer werden reduziert sich ja so allerhand. Von Haus aus. Das Viel wird zum Weniger. Dein Jung wird zum Faltig. DryFaltigKeit und so. Das Weniger: Horror pur. Wo doch das Mehr allen so sehr ans Herz gewachsen. In dem Meer von Mehr strampelst du deine Lebtage lang herum. Wie der größte Vollkoffer. Letztendlich säufst du ab als wie nur was. In diesem Mehr. Oder du fängst zum Saufen an. Mehr Kohle. Mehr Status. Mehr Jung. Und dings. Um nicht zu ersaufen, empfiehlt es sich, Gewicht loszulassen. GeWichtiges, Überflüssiges und Hemmendes wegzuschmeißen. Nicht easy. Vor allem, wenn du einen Haufen hast. Absichtliche Reduktion  rein seelisch auch eine feine Sache. Da auch ein bisschen weniger. Weniger Egoschweinchen. Das mit dem Ego ist so ein Ding. Das ständige IchIchIch und Ich-habe-ja-nix-zu-verschenken und: bin ich deppert!? Mir gibt auch keiner was! Herschenken und teilen tun nur irgendwelche linkslinke Fuzzis oder religiöse Spinner oder diese Gutmenschen! Komisch. Das mit dem Teilen. Das Sich-Schwertun damit. Weil das Teilen ja von Anfang mit dir und in dir. Ab dem Startschuss deines Lebens bist du mit dem Teilen vertraut. Das Teilen ein Teil von dir. Ohne Teilen du und ich gar nicht da. Auf der Welt. Nicht das Teilen im Internet im fratzenbook & Co. Im Bauch deiner Mutti hat es begonnen. Das Teilen. Nachdem Mutti mit Vati das Kopfkissen geteilt hat. Und diverse Körperflüssigkeiten getauscht und dings. Auch mit dem Vati. Als schlichter Einzeller hast du mit dem Teilen angefangen. Erst einmal teilen, dann noch einmal und so fort und so fort… Bis du schließlich du warst. Ein Mensch. Mit Nase, Augen, Geist, Seele, Weibchen, Männchen…Eine Sonderanfertigung. Ein Unikat und Unikum. Um ein lebendiger Mensch zu werden, musstest du teilen. Hast gegeben. Hast geschenkt. Dich geteilt. Dich verschenkt. An das Leben. Dem Leben mitgeTeilt: Hey, ich bin da! Stell dir vor, du wärst als Einzeller so ein trotziges Ego gewesen. Ein Egozeller. Voll auf Egotrip: „Was interessiert mich das Teilen. Dieser Scheiß! Ich will meine Ruhe! Ich gebe nix her von mir! Ich teile nicht, und mich schon gar nicht! Fick dich!“ Wäre wohl nix geworden mit dir. Würdest heute noch als Urzeller irgendwo herumeiern. Obwohl:  vielleicht hätten wir es damit besser erwischt und wären glücklicher und zufriedener und humaner drauf? Verflixt! Das Teilen macht augenscheinlich lebendig(er). Das Teilen ist ein bewusstes Weniger. Somit spendet  das Weniger neues Leben: Weniger oberflächlich und nur das Außen zählt und dings. Weniger nachtragend sein. Weniger Masken. Weniger verletzend sein. Weniger Neid. Weniger Zwietracht. Weniger Hackfresse. Weniger Schnickschnack. Weniger Geiz. Aber dafür umso mehr Geil! Geil drauf sein: Großzügig. Mitfühlend. Freundlich. Geile Augenblicke mit deinen Leuten verleben. Achtsamer Umgang mit deiner Zeit. Ein frühzeitiges Reduktions-Training nimmt dir viele Ängste vor den Reduktionen beim Älter werden. Beim Ältern. Du wirst ein wenig entspannter. So werden Ältern und Reifen möglicherweise doch geile Dinger. Und so nebenbei in meiner Funktion als Männchen: viele reifere Frauen so was von geil ausschauen! Alter Schwede! Älter werden aber nicht nur weniger, sondern schon auch mehr. Vor allem, wenn du ein wenig Weisheit und so, dann nicht selten: mehr Mut, mehr Gelassenheit, mehr über deinen Tellerrand, mehr nachhaltig und an künftige Leben denkend,  mehr echtes Selbst…Was willst du da noch Mehr?

 

Grübel-Orgien in meinem Schädel

 

Wer alleine ist, den besuchen die Grübeleien ohne eingeladen zu sein. Sie fragen nicht lange und pfeifen sich einen feuchten Kehricht um deine Meinung. Sie pfeifen dir höchstens was. Grübeleien sind Gedanken-Crasher. Sie schleichen sich still und unheimlich raffiniert in dein Oberstübchen und tanzen dort Tango. Mit dir. Grübeltime ist Sorgentime. Das Grübeln verspeist dein Hirn. Und deine Seele. Deinen gesunden Hausverstand sowieso gleich mit. Frage nicht. Als Verdauungsdings, also quasi hinten raus, dort wo die Sonne in der Regel nie hinkommt, flutscht schließlich wie von selbst: das Sich-Sorgenmachen. Das Grübeln ist sehr innovativ. Grübeleien sind Wissenschaftler und besitzen einen äußerst beherzten Forscherdrang. Grübeleien verfügen über einen enormen Weitblick. Sie sind visionär. Sie schauen stets nach vorne. In die Zukunft. In deine Zukunft. Und sie malen dir diese in ihren buntesten Farben aus. Grübeleien sind ausgesprochen schöpferische Köpfe. Und in deinem Kopf fühlen sie sich auf Anhieb freilandsaumäßig quietschfidel. Urlaub bei Freunden nix dagegen. Zwar ist deine gute Laune mit einem Mal im Arsch. Du aber bist von nun an nie mehr alleine. Wirklich nie mehr! Der Beginn einer endlosen Lovestory. Wer braucht da noch parship und Elite-Partner und dings. Zum Nachgrübeln gibt es ja immer was. Alle unsere Ängste wollen nonstop begrübelt werden. Quasi am Bauch gekrault und im Nacken massiert. Die reinste Angstreflexzonenmassage. Nächtens wird vielerbetts nicht mehr Liebe gemacht, sondern werden große Sorgen gewälzt. Man feiert (S)Orgien. Natürlich gibt es berechtigte Ängste. Ich wäre ein blauäugiger Realitäts-Beiseiteschieber-Depp, wenn ich meine Augen davor verschließen würde. Zukunftsängste. Lande ich direkt in der Altersarmut? Bekomme ich eine schwere Krankheit und muss den Rest meiner Tage dahin siechen? Existenzängste spielen Rambazamba in deinen Gedärmen und führen dir vor Augen, dass Scheißangst nicht bloß ein Gleichnis ist. Sondern eine dünnpfiffige Realpräsenz. Kann ich meine Miete zahlen? Mein Kind ernähren? Bekomme ich wieder einen Job? Verdammt, warum so viel Monat am Ende des Geldes!? Terrorangst. Kann ich auf die Straße gehen, oder werde ich heute Opfer eines Irren, der wild um sich schießt oder sticht oder fährt? Diese Ängste und noch viele andere  gibt es. Keine Frage. Viele schon selbst erlebt und durchgrübelt und in anderen gerade mitten drin. Das ständige Grübeln bringt dich keinen Millimeter weiter. Es mag vielleicht deinem Selbstmitleid oder deiner Opferrolle schmeicheln, aber das war es auch schon. Das Grübeln hält dich gefangen. In deinen Angst-Universen. Davon könnte ich Oden singen, mein lieber Schwan. Sofern ich Oden singen könnte. Wenn du zu viel grübelst, dann kannst du unter Menschen gehen, Freunde treffen, um zu reden. Manche haben die gleichen Sorgen wie du, dann ist es schon ein wenig leichter ums Herz. Ab und an lasse ich die Nachrichten sausen und versuche mir meine eigene Meinung zu bilden. Ich habe auch probiert, mir mein Grübeln mit positive thinking auszutreiben. Quasi Gedanken-Exorzismus. Aber die Grübel-Poltergeister in meinem Kopf wollten partout nicht das Weite suchen. Deshalb Strategiewechsel: Gastfreundschaft. Ich empfange meine Grübeleien. Sperre sie nicht aus, sondern bitte sie, bei mir einzutreten. Ich bewirte sie mit meiner Aufmerksamkeit. Ich werde ihnen zu einem guten Zuhörer. Weil: ob du es glaubst oder nicht, die Grübeleien sind im Grunde arme Teufel. Schau, keiner mag sie so recht. Einsam sind sie halt. Vielleicht genau so einsam wie du? Und wenn zwei Einsame sich finden… Na siehst du. Wenn du keine Angst mehr vor ihnen und sie ein wenig lieb hast, dann gehen sie früher oder später. Todlangweilig wird ihnen bei dir, wenn sie keine Panik verbreiten können. Gibt es nix zu tun, dann kündigen sie von selbst. Ich liebe meine Grübeleien zu Tode. Wenn man so will. Und wenn sie ganz hartnäckig sind, ist es auch nicht so fürchterlich. Weil: wenn ich von vornherein grübelnd immer das Schlechteste erwarte, dann kann es im Idealfall immer nur besser ausgehen. Auch nicht (gr)übel!

 

 

Janusgesicht Leben

 

"Italia terra fecunda est.“ Italien ist ein fruchtbares Land. Und das nicht erst seit Berlusconis Bunga Bunga. Das war der erste lateinische Satz, der über meine Lippen kam. Damals. In grauer Vorzeit. Schulvorzeit. Dieser unscheinbare Satz fiel auch bei mir auf mehr oder weniger fruchtbaren Boden. Denn in der ersten Lateinstunde erzählte unsere Professorin Elisabeth Wörtl – die Götter mögen sie selig haben - etwas über römische Götter. Einen von diesen Typen fand ich total cool: Janus. Schon rein von seiner Erscheinung her. Ein Kopf. Zwei Gesichter. Eines schaut nach vorne, eines nach hinten. Face Two Face. Quasi. Warum zwei Gesichter? Eine Mutation? Eine Folge aus einer antiken Atomkatastrophe? Ein römischer Tschernobyl-Fukushima-Super-GAU zum Quadrat? Ist Janus gar ein außerirdischer Besucher, frei nach Erich von Däniken? „Janus“: eine Gedankenspielerei, ein Projektname eines römischen Tüftlers? Der von allen immer nur „Der Komische, der Sonderling, der Spinner in seiner Werkstatt“ genannt wurde?  „Janus“ quasi sein origineller Vorläuferentwurf zu künftigen Rückfahrkameras und Pre-Crash-Systemen moderner Autos? In diesen spähen optische Linsen mittlerweile in alle möglichen und unmöglichen Richtungen. Oder ist Janus eine gespaltene Persönlichkeit? Hannibal Lecter ein schweigendes Lämmchen dagegen? Ist Janus bloß ein Spiegel? In echt siehst du gar nicht ihn. Sondern dich selbst. Weil gespalten und doppelgesichtig und doppelzüngig wir ja allesamt. Frage nicht. Privat bist du anders als im Beruf. In deinen vier Wänden anders als unter Leuten. Menschen, die du magst, behandelst du anders als jene, die dir einfach am Arsch vorbeigehen. Und beim Sex bist du noch einmal  ein ganz anderer als wenn du beim Finanzamt sitzt. Wobei: Da und dort musst du deine Hose runter lassen. Wer kennt schon sein wahres Gesicht? Eigentlich müsste Janus mehr als zwei Gesichter haben! Neben Spiegelbild kann Janus auch Vorbild sein. Ein Meditationsbild. Eine Ikone des menschlichen Miteinanders. Ein interkulturelles Piktogramm. Für mehr VORsicht und RÜCKsicht. Bei deinen Artgenossen… Bei Bienen, Bächen, Almen, Wiesen, Gänseblümchen, Ziegen, Birken, Hasen… Fast täglich sage ich zu Leuten auf der Straße: „Rücksicht bitte! Vorsicht bitte!“ Nein, ich bin kein Besserwisser, Moralapostel oder Wanderprediger geworden.  Das ist meine normale Gesprächsbasis mit Smartphone-Exhibitionisten. Die in ihrer virtuellen Welt auf realen Gehwegen spazieren gehen. Da passieren Zusammenstöße. In der realen Welt mit realen Menschen. Mit realen blauen Flecken. Deshalb aktiviere ich mein Pre-Safe-System „Janus“ und rufe: Vorsicht! Rücksicht! Je nachdem. Ob Frontalcrash droht. Oder Aufprallunfall. Siehst du, das würde unserem Janus nie passieren. Künftig werde ich nur mehr „Janus!!“ schreien. Leben ist Janus. Immer zwei Seiten: Warum freuen sich die einen über den ersten Schnee, während sie beim Christbaumschmücken aus dem Fenster ihres wohlig warmen Heimes schauen? Während ein Obdachloser panische Angst bekommt, weil er nicht weiß, wohin heute Nacht. Warum klagen die einen über ein paar Fältchen um die Augen? Während ein anderer gerade die Diagnose Krebs erhält. Warum verzweifelt eine Mutter in ihrer Wohnung im zehnten Stock? Weil sie nicht weiß, woher das Geld für das Nötigste. Während andere sich nicht entscheiden können, ob sie heute mit dem Porsche oder doch mit dem Bentley ins Jagdhaus fahren... Warum baut man selbstfahrende Autos, solange es Menschen gibt, die an Hunger sterben? Normalerweise sollte man zuerst diesen helfen und Hunger, Kriege, Armut und dings beseitigen, bevor man sich an diverse Luxusideen heranmacht. Ach du lieber Janus! So viele Fragen. Mindestens zwei Gesichter. Aber nur ein Hirn.

 

Unterm Bett

 

So richtig nett ist´s nur im Bett! Peter Alexanders weiser Sangesspruch. Wer kennt ihn nicht!? Gott hab ihn selig! Den Peter. Und er segne diesen Spruch. Das Bett ist eines der letzten Bollwerke der Geborgenheit. Frage nicht. In Betten spielen sich vorwiegend schöne Sachen ab. Liebe machen. Neues Leben machen. Mein Opa hat deshalb das Schlafzimmer „Werkstatt“ benannt. Frisch Verliebte kuscheln den ganzen Tag in ihren zerknüllten Liebesnestern. Schmieden dort allerlei Zukunftspläne und schwören ewige Liebesschwüre. In Betten erschläft man sich neue Kräfte. Und Karrieren – so böse Zungen. Betten sind Medizinmänner und Schwitzhütten. Kranke erfahren Heilung. Betten sind Klöster. Für viele der einzige Ort, wo sie Zeit für sich haben und in ihr Inneres schauen können. Ein wenig Ruhe haben halt. Betten sind Seelen-Bahnhöfe. Von dort aus treten viele von ihnen ihren allerletzten Trip an. Die Schienen verlaufen ins große Glückseligkeits-Steppdecken-Wolken-Nirwana. Halleluja, sag ich! Betten sind mystische Plätze. Daunenhafte Nazca-Linien. Landeplätze für deine Träume. Die Mittler zwischen unserem verwirrenden Hier und der jenseitigen Anderswelt. Betten sind Friedensstifter. Quasi die Gandhis unter den Möbeln. Sie sollten schleunigst den Nobelpreis kriegen! Wer schläft, der denkt und tut nix Böses. So, ihr Bösewichte und all ihr anderen A…lö…er dieser Welt: Bitte ab ins Bettchen! Meine allerschönste Bett-Ekstase ist die, wenn ich sommers nachts – eingehüllt in ökoweichspülfrischer Bettwäsche – in meinem Bett liege, das Fenster weit offen. Und das alles während es draußen so richtig schön regnet. Mein lieber Schwan. Das ist schöner als Sex. Echt jetzt. Betten können auch unheimlich sein. Gruselig. Unterm Bett hausen ja auch Geister, böse Hexen und diverse Vertreter aus der Zunft der Dämonen. Ganz wilde Hunde halt. Hintertrieben bis zum Gehtnichtmehr. Wie oft haben einst meine persönlichen Ghostbusters wie Mama oder Oma oder Opa unters Bett schauen müssen, um gespenstermäßig alles zu checken. Ob alles clean. Quasi. Eines schönen Tages aber wollte ich der Sache auf den Grund gehen, nahm all meinen Mut zusammen, ging meinem Bett auf den Grund und stieg unters Bett. Und ich blieb dort. Weil es war schön. Wunderschön. In meiner persönlichen Höhle. Und wenn dort irgendwelche Geister hausen, dann müssen es sehr liebe und gute sein. Die mich auf meinen Höhlenexpeditionen begleiteten und beschützten. „Unterm Bett“ war lange Zeit einer meiner Lieblingsorte. Geborgenheit zum Quadrat. Quasi die Geborgenheit in der Geborgenheit. Dort traf ich mich mit meinen Tagträumen, alberte mit der Fantasie herum und oft schlief ich auch nur ein. Manchmal, wenn es turbulent oder rau im Leben, da steige ich geistig unters Bett. Und ab und an wünsche ich meinen guten Dämonen unterm Bett eine gute Nacht. Ich wünsche allen Menschen und der Welt mehr „Unterm Bett“!

 
 

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