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Die GLYX-Diät - Xunt, gesunde Ernährung, Abnehmen - mit Marion Grillparzer

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Heilpflanzen

 

Auch Kräuter haben ihre Saison: Nicht dran vorbeilaufen! Dafür sorgt Carolin Raml, Psychotherapeutin und Heilkräuterexpertin mit ihrem Wissen. Wer mehr über die Schätze aus der Natur wissen möchte, kann Carolin Raml auch kontaktieren.

Liebeserklärung an den Giersch

Vor kurzem hat mir mal wieder eine liebe Nachbarin erklärt, wie ich den Giersch aus meinem Garten herausbekäme. Da habe ich ein zartes grünes Blättchen gepflückt und mit einem (gewinnenden) Lächeln zur Verkostung angeboten. Die Reaktion: "Na, der Geschmack ist schon ... eigen". Da bin ich überzeugt – das liegt nur an der Geschmacksgewohnheit von gekauftem Salat und Gemüse. Wenn man mal begonnen hat, den Geschmack der Wiesenkräuter zu schätzen, dann wird es zu einer Liebeserklärung.

Giersch gehört zur Familie der Doldenblütengewächse, wie Dill, Petersilie, Karotte oder Sellerie. Ein unentwegt und mit enormer Lebenskraft nachwachsendes Gartengemüse. Tolle Vitamine, Eiweiß und eine Menge Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Mangan, Zink und Kupfer.

Die vitalitätssteigernde Lebenskraft des Giersch allein ist schon Heilkraft genug. Und man kann noch ergänzen: Er wirkt leicht harntreibend, entwässernd und entgiftend. Er kann Harnsäure ausleiten, die unser Stoffwechsel abbaut (oder über Nahrung aufgenommen wird) und über die Niere ausgeschieden wird. Wenn dieser Prozess gestört ist, lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ab, was zu starken Schmerzen führt: Gicht. Giersch kann hier vorbeugend helfen. Und: Er wirkt effektiv einer Übersäuerung entgegen, wirkt also basisch.

 

Als Medizin hilft Essen: Junge Blätter und Stängel sind sehr saftig und zart, z.B. für Salat. Die älteren Blätter werden intensiver, können aber gut als Gemüse mitgedünstet werden. Ich trockne sie auch um damit das ganze Jahr über würzen zu können. Die weißen Blüten, die nun überall blühen, sind ebenfalls essbar. Die Früchte sehen dem Kümmel ähnlich, sind aber eher scharf im Geschmack und können als Würze mitgekocht werden (länger kochen, denn sie sind recht hart).

 

Wichtig: Giersch ist ganz eindeutig zu erkennen, die Zahl 3 hilft: Aus einem dreikantigen Blattstängel kommen drei kleine Stängelchen, daraus wachsen jeweils drei (evtl. miteinander etwas verwachsene) Blättchen. Trotzdem: Im Zweifelsfall immer ein Bestimmungsbuch zu Rate ziehen!

 

 

Das Gänseblümchen

Es heißt, wenn die Frühlingsgöttin über die noch kahlen Wiesen läuft, dann sind da, wo ihre Schritte waren, die Frühlingsblumen erblüht. Und wenn man mit einem Fuß auf sieben Gänseblümchen treten könnte, dann ist wirklich der Frühling da.

Der botanischer Name vom Gänseblümchen ist Bellis perennis: Es ist einfach schön (bellis) – das ganze Jahr (perennis). Am meisten aber liebt es die milden Temperaturen im Frühling. Wie eine kleine Sonne streckt es sich dem Sonnenlicht entgegen. In England heißt es "Daisy", was von "day´s eye" abgeleitet ist – das Auge des Tages schaut uns also entgegen.

Wunderbare Momente und Erinnerungen: Gänseblümchen zu langen Kränzen binden, in die Zöpfe flechten, Sträuße pflücken, "liebt mich liebt mich nicht" damit spielen. Ich finde dieses Kinderseelenglück, diese Freude und Leichtigkeit wieder, wenn ich mit offenen Kinderaugen durch die Wiesen gehe: Alle Sorgen, alle negativen Gedanken, alles Schwere ist vergessen. Ein englischer Dichter schrieb, Daisy sei die einzige Pflanze, die ihm die Traurigkeit nehmen könne.

Die Homöopathie gibt Bellis als Traumaheilmittel: Auf den Wiesen wird das Gänseblümchen ja gerupft, es wird getreten, es wird oft unsanft behandelt. Und trotzdem hat es die Kraft und das Licht in sich, immer wieder "aufzustehen", immer wieder zu strahlen. Als Heilmittel vermittelt es genau diese Fähigkeit. Hilft also, seelische und körperliche Folgen von Verletzung zu heilen: Wieder dahin zu finden, wo ich unverletzbar bin, und mich aus diesem Ort heraus neu aufzurichten. Ist das nicht wunderschön?

Vielleicht reicht es ja auch schon, mal wieder einen Gänseblümchen-Spaziergang zu machen. Sie zu suchen, sich an freies, fröhliches Kinderseelen-Lachen zu erinnern. Vielleicht auch mal kosten. Blätter und Blüten sind essbar und sehr gesund. Oder ein paar Blüten sammeln. Frisch oder getrocknet, vielleicht gemischt mit anderen Heilkräutern, als Tee aufgießen. Und wieder so jung und so leicht wie ein Kind in der Blumenwiese werden.

 

 

Vogelmiere – vitales Winterwunder

Im Februar ganz unkompliziert frischen Salat vom Balkon ernten? Es gibt ein tolles Wildkraut, das voller Lebenskraft (fast) das ganze Jahr wächst und gedeiht. Es bildet ein saftiges Wirrwarr aus grünen Stängeln und Blättern, mit hübschen kleinen Blüten verziert, aus denen tausende Samen entstehen. Somit schmuggelt es sich auch schnell mal in Blumentöpfe oder kommt ganz überraschend aus der neu gekauften Erde heraus gewachsen: nicht ausjäten!

Die Vogelmiere hat einen wunderbar frischen, aromatischen Geschmack und ist so gesund, dass sie gerade im Winter ein großes Geschenk ist. Was wächst uns da schon so vital entgegen? Sie hat verglichen mit gekauftem Salat ein Vielfaches an Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin A und C. Vitamin B1, B2, B3, Selen, Zink, Phosphor, Kieselsäure, Gamma-Linolensäure und vieles mehr kommt dazu. Es sind auch Saponine enthalten, die wichtig sind für einige ihrer Heilwirkungen. Davon sollte man zwar nicht zu viel essen, aber das wird wohl kaum vorkommen. Zwei Hand voll Kraut pro Tag sind völlig unproblematisch.

Zum Ernten ein Büschel in die Hand nehmen und mit der Schere so abschneiden, dass die Pflanze nachwachsen kann. Säubern, evtl. klein schneiden und z.B. in den Salat geben, aufs Quarkbrot legen, in die Suppe streuen.

 

Heilwirkungen: Gerade haben einige Menschen um mich herum geschwollene, entzündete Augen. Vielleicht wegen der Heizungsluft, vielleicht wegen der Kälte. Eine wundheilende Auflage mit Vogelmiere hilft da. Wirkt genauso bei verschiedenen Entzündungen der Haut und kleinen Wunden. Lindert dabei noch den Juckreiz. Innerlich, als Tee, bringt das Kraut das Immunsystem in Schwung und wirkt bei Husten und Erkältung schleimlösend und befeuchtend.

So geht die Auflage: Eine Hand voll gesäubertes Kraut auf ein frisches Tuch legen und zerdrücken, bis Saft austritt. Tuch zusammenlegen und auf die betroffene Stelle legen.

 

 

Das Herz öffnen

Harry Potters Zauberstab ist aus Stechpalmen-Holz. Und Stechpalme (viele werden sie auch unter dem Namen Ilex kennen) passt ganz hervorragend zur Weihnachtszeit. Ganz alt ist schon der Brauch, die Stechpalme als Schmuck für die Wintersonnenwende ins Haus zu holen. Heute noch. Auf vielen Weihnachtskarten aus England und Nordamerika ist sie zu sehen: Die glänzend-grünen stacheligen Blätter und die leuchtend-korallenroten Beeren. Hier in Deutschland steht Ilex aquifolium, die Stechpalme, unter besonderen Artenschutz.

 

Englisch "holly" genannt, ist der Name dem "holy", heilig, ähnlich. Zwar hat das Wort eine andere Herkunft, dennoch wurde die Stechpalme immer als heilig angesehen: Mit immergrünen Pflanzen wurde das ewige Lebensgrün über die kalte und kahle Jahreszeit hindurch und ins neue Jahr gebracht: Stechpalme, Efeu, Tanne, Mistel. Es heißt, die Stechpalme sei eine der allerheiligsten Pflanzen der Druiden gewesen. Sie symbolisiert das Licht und das Leben. (Übrigens ist mit "Hollywood" ist wirklich "Stechpalmenwald" gemeint!)

 

Die Stechpalme öffnet und reinigt. Das heißt aber auch: Nicht von der Weihnachtsdeko naschen! Die Beeren sind sehr giftig, mit Durchfall und Co. kommt es zur heftigen körperlichen "Reinigung". – Die Seele aber freut sich, wenn die Zweige in der Nähe sind: Böse Geister werden vertrieben. Alles, was schlecht ist, wird verbannt. Und das macht sie zum Zauberstab-Holz von Harry Potter.

 

Auf diese Weise hat das Mittel "Holly" auch unter den Bach-Blüten eine zentrale Stellung. Edward Bach schrieb: "Holly öffnet das Herz und verbindet uns mit der göttlichen Liebe". Es vertreibt alle Seelengifte, Eifersucht, Misstrauen, Neid usw. Das Mittel kann uns öffnen für die Kraft der Liebe, der größten Heilkraft für unsere Seele. Klingt weihnachtlich, oder?

 

Tipp:  Einen schönen Zweig – manchmal gibt es sie mit Blättern zu kaufen, oft aber auch mit den roten Beeren allein – in eine Vase zur Weihnachtsdeko stellen. Oder auch: Den Kamin wie in englischsprachigen Ländern mit Stechpalmenzweigen putzen und dann schmücken, auf dass Santa Claus wohlbehalten ins Haus hineingleiten kann. Hui!

 

 

Die Schlehe

Die ersten Nachtfröste kommen. Ein Grund, sich in der warmen Wohnung zu verstecken. Oder - zu feiern. Denn es ist die Zeit, in der die Schlehen-Früchte endlich geerntet werden können. Bei meiner Heilpflanzenwanderung Ende September wollten die Teilnehmerinnen unbedingt auch zum Schwarzdorn gehen, obwohl der gar nicht auf dem Plan stand. Wollten wissen, wie der Strauch (oder auch kleine Baum) aussieht und wirkt. Jede wusste von Genüssen zu erzählen, über Schlehensaft, Schlehenwein, Schlehenlikör oder Schlehenmarmelade. Na gut, dachte ich, wenn er so beliebt ist, dann erzähle ich auch da etwas über die Heilwirkung. Und, dass die große Zeit eben erst dann kommt, wenn ein paar Frostnächte ins Land gezogen sind.

 

Der Schwarzdorn oder Schlehdorn wächst wild an Waldrändern, in Gebüschsäumen, in Parks, an Bahndämmen. Ende des Sommers werden ihre Früchte (gehören botanisch zum Steinobst) leuchtend blau. Es ist ihnen anzusehen, dass die Schlehe - neben der Kirschpflaume - ein wilder "Elternteil" der großen daraus gezüchteten Familie der Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen usw. ist.  Sie sind essbar, aber so reich an Gerbstoffen, dass der Mund pelzig werden würde und das Gesicht ziemlich verzogen. Erst mit den Frösten werden sie süß. Sie stärken uns, wenn wir erschöpft sind, z.B. nach Infektionskrankheiten. Sie unterstützen das Immunsystem, wirken entzündungshemmend, schenken enorme innere Wärme und sind gut für den Magen.

 

Ein einfache Möglichkeit: Die Früchte trocknen. Schon der Gletschermensch "Ötzi" trug vor ca. 5.300 Jahren eine Handvoll getrocknete Schlehen mit sich als Proviant!

 

Warm eingepackt und mit dicken Handschuhen ausgerüstet (der Schwarzdorn hat Stacheln!) wilde Schlehen suchen und ernten. Bei niedrigster Temperatur (ca. 40 Grad) im Backofen trocknen, mit einem Kochlöffel in der Herdtür, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Acht bis zehn Stunden. Ein wundervoller Snack im Winter! Einfach eine Weile im Mund lassen, etwas dran knabbern oder kauen. Den Kern natürlich nicht mitessen: Er löst sich anfangs nicht gut vom Fleisch und kann irgendwann ausgespuckt werden. Das alles ist auch noch beste Pflege für das Zahnfleisch. Das Fruchtfleisch langsam und für längere Zeit gekaut, zaubert leichte Entzündungen oder Zahnfleischbluten gleich noch mit weg!

 

 

Kamillen-Rollkur

Letzte Woche kam ich voller Freude mit meinem ersten Hokkaido-Kürbis des Jahres heim. Ein großer Topf voll leckerer Suppe – an zwei Abenden, leider jeweils relativ spät und je zwei riesige Teller voll habe ich glücklich verspeist. Ich hätte es wissen müssen. Kaum lag ich im Bett, fing es an: Sodbrennen.
Ausnahmsweise kann ich es mir wohl leisten, denn die "gute alte" Kamillen-Rollkur hat sofort gewirkt. Sie wirkt nicht nur bei zu viel Kürbissuppe, sie wirkt bei jedem Sodbrennen, bei allen Magenproblemen. Nicht nur das, die Kamille nimmt in den Arm und beruhigt, wie eine liebe Oma. So, dass auch möglicher Stress verschwindet, der das Sodbrennen mitverursacht haben könnte.
 
Die Rollkur:
Zwei Tassen möglichst starken Kamillentee oder (besser) mit zusätzlich 1TL Kamillentinktur oder -extrakt in den Tee hineingegeben, neben das Bett stellen.
Im Liegen ein paar Schlucke nehmen und 5-10 min. auf der linken Seite liegen bleiben. Wieder ein paar Schlucke nehmen und 5-10 min. auf dem Rücken liegen. Weiter in derselben Weise auf die rechte Seite und auf den Bauch. Die Reihenfolge ist nicht so wichtig, Hauptsache, einmal rund herum.
 
Bei leichten Beschwerden reicht einmal rollen vor dem Schlafengehen aus – ich bin sofort friedlich eingeschlafen. Die Anwendung kann ausgedehnt werden auf bis zu 4x täglich (morgens nüchtern!), über einen Zeitraum von ca. ein bis zwei Wochen.
 

 

Walnuss           

In meinem wilden Garten leben viele Eichhörnchen. Momentan kann ich sie täglich herumflitzen sehen, eine dicke grüne Nuss im Mund, um von Nachbars Walnussbaum kleine Neue bei mir zu pflanzen. Oder natürlich, um sie für die kommenden Wochen und Monate zu verstecken.

 

Da ich gelesen habe, dass Eichhörnchen ihre Walnüsse nicht so persönlich betrachten, sondern irgendwo verstecken und dafür irgendwo anders finden, beteilige ich mich gern an der Suche. Wenn in meinen Blumentöpfen oder auf meinem Fensterbrett eine Walnuss leuchtet, dann freue ich mich kindisch über das Geschenk und die große Portion Gesundheit, die mir da zufällt.

 

Die Nüsse sind sehr mineralstoffreich, haben eine Menge Vitamine in hoher Konzentration, sowie einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

 

Das Erstaunlichste aber: Eine Studie der Universität Texas hat gezeigt, dass Walnüsse eine natürliche Melatonin-Quelle darstellen - noch dazu leicht vom Körper aufzunehmen. Melatonin ist unser "Schlafhormon" - Eine Handvoll Walnüsse jeden Abend kann uns also in einen wunderbaren Schlaf geleiten.

 

Melatonin ist aber auch ein mächtiger Radikalfänger und kann so vielen körperlichen Krankheiten vorbeugen oder sie bessern. Walnüsse enthalten auch Omega-3-Fettsäuren, und so ist es genau diese, einzigartige und wertvolle Kombination ihrer Inhaltsstoffe, die die Walnuss so gesund macht. Sie wirkt u.a. krebshemmend, positiv auf Herz und Kreislauf, cholesterinsenkend (in einer kalifornischen Studie konkret nachgewiesen) und schließlich auch stimmungsaufhellend.

 

Meinen Eichhörnchen sieht man es an: sie sprühen vor Kraft und Vitalität. Die 50g pro Tag, die empfohlene Handvoll Kerne nehme ich ihnen deshalb natürlich nicht weg. Da kauf ich mir besser noch welche dazu - und lege im Winter als Überraschung auch mal eine Nuss in einen Blumentopf zurück.

 

 

Kastanien sammeln

Gerade war ich im Park um die Ecke und habe nach den Kastanien geschaut: Bald ist es soweit, und dann muss ich sehr schnell sein - Alle Kinder lieben sie... Auch König Ludwig der XIV hat die Kastanie geliebt, in Versailles pflanzen lassen und ab dem 17.Jh. in allen Schlossgärten Mitteleuropas in Mode gebracht.

 

Die Rosskastanie malt nicht nur ein Lachen in Erwachsenen- und Kinderaugen, sie ist auch eine wichtige Heilpflanze. Sie enthält Wirkstoffe, die Schmerzen stillen, Entzündungen hemmen und entwässern. Sie ist ein wirksames Venenheilmittel. Sie festigt die Gefäße, macht sie elastisch, verhindert, dass Flüssigkeit ins umliegende Gewebe austritt. Und hilft, die Beine entwässern. Super wirken Kastanien bei den leidigen "schweren Beinen", bei Venenproblemen, Krampfadern, Ödemen, aber auch bei Prellungen und rheumatischen Schmerzen.

 

Tinktur selbst herstellen:

Frisch gesammelte Kastanien waschen und klein schneiden. Bis zur Hälfte in ein Schraubglas füllen. Mit Doppelkorn auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Verschließen und für ca. drei Wochen auf eine Fensterbank stellen. Immer wieder mal schütteln. Danach durch ein feines Sieb oder den Kaffeefilter abfiltrieren. In einer dunklen Flasche aufbewahren. Mehrmals täglich auf die Beine geben und leicht einmassieren. Wichtig: Alkohol kann generell die Haut leicht austrocknen, deshalb bei häufiger Anwendung oder sehr trockener Haut einige Tropfen eines guten Hautöls beim Einreiben dazugeben. Die Tinktur ist ein Jahr haltbar.

 

 

Magische Königskerze

Der 15. August ist in katholischen Gegenden nicht nur ein wichtiger Feiertag. Zum August-Vollmond sammelte man schon vor Jahrtausenden Heilkräuter für das neue Jahr. Auch heute noch leitet dieser Zeitpunkt, an dem die Pflanzen die ganze Kraft des Sommers gespeichert haben, die Heilkräuter-Sammelzeit ein. Und zu Maria Himmelfahrt pflücken die Frauen ihre traditionellen Sträuße aus neun verschiedenen Pflanzen, um in der Kirche die Heilkraft der Pflanzen weihen zu lassen. Schafgarbe, Beifuß, Kamille, Ringelblume, Dill und andere, je nach Gegend wichtige Heilkräuter. Und immer ist die Königskerze, dieses beeindruckende, bis zu 3 Meter hohe Wesen mit seinen goldgelben Blüten in der Mitte. Eine uralte Tradition, ein zauberhaftes Fest.

 

"Geh ich heilend übers Land,

trag ich den Himmelsbrand

in meiner Hand"

 

Die Blüten der Königs- oder Himmelskerze, auch "Himmelsbrand" genannt, wirken beruhigend und antidepressiv, richten auf und lassen die Sonne aufnehmen.

Hildegard von Bingen sagt: "wer ein schwaches und trauriges Herz hat, soll die Pflanze (...) essen, dann wird sein Herz gekräftigt und wieder freudig werden".

 

Außerdem wirkt sie entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, befeuchtend und beruhigend auf Schleimhäute. Sie ist ein prima Heilmittel bei trockenem Reizhusten und Heiserkeit. Auch vorbeugend, z.B. bei trockener Heizungsluft im Winter!

 

Rezept:

Die Blüten sammeln oder in einem guten Kräuterfachgeschäft kaufen.

Wichtig: Wenn die Königskerze bei Husten oder Bronchitis angewendet wird, kein kochendes Wasser verwenden, sondern einen Kaltansatz herstellen, weil die entsprechenden Wirkstoffe hitzeempfindlich sind.

2 Tl getrocknete Blüten mit 1/2 l kaltem Wasser übergießen und ca. 1-2 Std. ziehen lassen. Mit Papierfilter oder einem sehr feinen Netz abfiltern. Bei Bedarf leicht erwärmen (nicht erhitzen!).

2 Tassen täglich trinken, circa eine Woche lang.

 

 

Sommerzeit – Lavendelzeit

Ich muss gestehen, manchmal bin ich richtig süchtig:  Kaum eine Pflanze duftet so nach Sommer wie Lavendel, wenn er in großen Wolken in Gärten oder auf dem Balkon zu blühen beginnt... Wie in Südfrankreich sein...

 

Der Name leitet sich von lat. lavare = waschen, reinigen, ab. Und so wirkt er auch – auf allen Ebenen:

Das erste Mal hörte ich etwas über Lavendelauszug von einem Londoner archäologischen Schmied. Der zieht sich bei seiner Arbeit recht viel Blasen zu. Und die heilt er immer mit Lavendelöl-Auszug. Körperlich wirkt Lavendel nämlich hautberuhigend, antiseptisch und schützt vor Infektionen. Oder einfach 1-2 Tropfen  ätherisches Öl auf die Hände geben. Gerade dann, wenn man unterwegs ist. Beugt auch im Freibad Fußpilz vor!

 

Seelisch wirkt er beruhigend auf das Zentralnervensystem. Eine Studie bestätigt 2014 die Wirkung auf Unruhe und Einschlafstörungen. Zum Beispiel im Lavendelsäckchen. Das Cortisol im Blut wird messbar reduziert.

Lavendel wirkt schmerzstillend bei Kopfweh, Nervenschmerzen und Migräne, hilft gegen nervösen Reizmagen, Blähungen. Es wirkt auch blutdruckausgleichend: belebt bei niedrigem und beruhigt bei hohem Blutdruck (als Zusatz in der  Badewanne!).

Lavendel befreit von der Enge, die der Stress erzeugt, wäscht die Tausenden von hektischen Energien davon, die man so im Laufe des Tages aufnimmt.

 

Auf der geistigen Ebene steigert er die Konzentration. Hildegard von Bingen betont v. a. diese Wirkung:  Wer Lavendel zu sich nimmt "bereitet (sich) reines Wissen und einen reinen Verstand":  Die Dopamin- und Acetylcholin-Produktion im Körper wird angeregt und der Kopf kann klar und effektiv denken.

 

Meine größte Wohltat ist, 1-2 Tropfen des ätherischen Öls zwischen die Hände zu reiben, die Hände vors Gesicht zu halten und – tiiiiiief einzuatmen. Wow!

 

So stellt man sich einen Öl-Auszug selber her: Lavendelblüten in ein Glas geben mit Mandel- oder Olivenöl auffüllen. Bis alle Blüten bedeckt sind. Mindestens vier Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, täglich leicht schütteln. Durch ein Tuch filtrieren. Und kühl und dunkel aufbewahren.

 

 

Johanniskraut für die Hausapotheke

Wenn man übers Land fährt sieht man die großen Sonnwendfeuer in den Hügeln und auf den Bergen. Magisch. Medizinisch. Der Höhepunkt in der Heilkraft so mancher Heilpflanze, für die noch heute gilt: die längsten Tage, die längste Sonnenkraft, die stärkste Wirkung. Und darum auch eine wunderbare Zeit, um Vorrat für die Hausapotheke zu sammeln. Die klassische Sonnwendpflanze ist die Johanniskrautblüte. Mit ihr kann man die Sonne und die Kraft des Sommers einfangen für die kommende Zeit, in der die Tage kürzer werden. Sie macht die Haut lichtempfindlich und lichtet die kleine Düsternis in der Seele, getrocknet und als Tee aufgebrüht. Jetzt lohnt es auch noch die letzten Holunderblüten-Dolden zu pflücken. Trocknen lassen. 2 TL Blüten mit ¼ l kochendem Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und lauwarm trinken. Und an kalten Tagen den Körper und die Seele wärmenden Holunderblüten-Tee trinken. Mobilisiert das Immunsystem und beugt Erkältung vor.

 

 

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